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Wissenschaftler bezeugen die Unmöglichkeit der Evolution!


 


Wissenschaftler bezeugen die Unmöglichkeit der Evolution!

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Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht den herausragenden Buch-Klassiker - 95 Thesen gegen die Evolution - Wissenschaftliche Kritik an dem naturalistischen Weltbild - zu thematisieren und zusammenzufassen.

 

Dieses wissenschaftlich fundierte und gut dokumentierte Werk zeigt die Problematik und das Unvermögen der Evolutionstheorie auf. Es ist für den Laien ebenso wie für den Wissenschaftsinteressierten gut verständlich - und geradezu ein Muss für jeden, der der Wahrheit der Dinge einen Schritt näherkommen möchte. 

Das Buch ist preisgünstig über den CLV-Verlag erhältlich (www.clv.de, ISBN: 978-3-86699-220-7).

Problematiken, welche die Verfechter der Evolutionstheorie gewohnheitsmäßig "unter den Teppich kehren", werden in dem Werk untersucht und analysiert - die zwangsläufige Feststellung, dass das Leben nicht Resultat "zufälliger Entwicklungen" sein kann, erhebt sich wie ein kreisendes Damoklesschwert über die Köpfe der vernunftbegabten Kreatur. 

Vorliegend haben wir eine Zusammenfassung der wichtigsten Themen vorgenommen und hoffen damit, dem im Vorwort postulierten "Sinn und Ziel" des Buches (dessen Mitautor der bekannte Publizist und Wissenschaftler Prof. Dr. Werner Gitt ist) zu entsprechen, welches da lautet:

"Das Konzept der hier vorgelegten 95 Thesen ist unverkennbar an die 95 Thesen Martin Luthers angelehnt. Damals löste dieser eine Revolution aus, die eine weltweite Wirkung zur Folge hatte. ... Eine ähnliche Durchschlagskraft wünsche ich auch diesen 95 Thesen." - Direktor und Professor a. D., Dr.-Ing. Werner Gitt

 

Auf Seite 174 heißt es in dem hier behandelten Buch: "Der Evolutionsgedanke ist nichts Neues. Bereits Jahrhunderte vor Christus gab es Vorstellungen, dass sich das Leben entwickelt hätte und die Lebewesen voneinander abstammen würden. So vertrat z. B. Anaximander von Milet (610-547 v. Chr.) die Vorstellung, dass fischähnliche Wesen aus den Gewässern sich in Tiere und Menschen verwandelt hätten. Den Durchbruch des Evolutionsgedankens und seine Akzeptanz sowie gesellschaftliche Etablierung haben philosophische Strömungen im 18. Jahrhundert ermöglicht." 

Die Bibel dagegen lehrt unmissverständlich, dass Gott der Verursacher und Schöpfer des Lebens und der Materie ist (Neues Testament, Römer 1,20).

Im Verlauf der folgenden überprüfbaren Belege und empirischen Untersuchungen, muss sich der Mensch eingestehen, dass der bloße Zufall, den die etablierte Wissenschaft als Motor unserer Existenz heranzieht, ausscheidet.

 

Die gekürzten Inhalte, welche verschiedene wissenschaftliche Lehrmeinungen, von sowohl Evolutionsbefürwortern als auch -gegnern, aufweisen, sind fast ausschließlich dem Buch "95 Thesen gegen die Evolution" entnommen. Um einen zweckmäßigen Zusammenhang zu gewährleisten, wurden teilweise Ergänzungen (u. a. in Form von weiteren Wissenschaftler-Zitaten und weiterführende Erklärungen) vorgenommen ...

 

» Einleitung

» Woher kommt das Leben?

» Stammbaumforschung

» Irreduzibel komplexe Systeme

» Mutation und Informationszunahme

» Evolutionsmechanismen

» Biodiversität

» Symbiose und fremddienliches Verhalten

» Drosophila melanogaster

» Rudimentäre Organe

» Biogenetisches Grundgesetz

» Birkenspanner

» Geologie und Paläontologie

» Stasis im Fossilbericht

» Schnelle Versteinerung (Taphonomie)

» Missing Links

» Kambrische Explosion

» Abtragung der Kontinente

» Flussdeltas, Meeresküsten und Riffe

» Ausbruch des Mount St. Helens

» Moderne Sedimentologie

» Unversehrte Schichtgrenzen

» Polystrate Fossilien

» Millionen Jahre alte Artefakte

» Chemische Evolution

» Vivum ex vivo - Leben kommt nur von Leben

» DNA (Desoxyribonucleinsäure)

» Polymerchemie

» Faltung von Proteinen

» Adressierung von Proteinen

» Produktion von Proteinen

» Zellinterne Kontrollmechanismen

» Radiometrie und Geophysik 

» Abweichungen in der Radiometrie

» Accelerator Mass Spectrometer (AMS)

» Magnetfeld der Erde

» Salzberge und Salzgehalt der Meere

» Erdöl, Kohle und versteinertes Holz

» Kosmologie und Urknalltheorie

» Singularität und Inflation

» Entstehung von Galaxien

» Entstehung von Planeten

» Planeten- und Mondoberflächen

» Präzises Planetensystem

» Planetare Ringe

» Supernova-Überreste

» Anthropisches Prinzip

» Philosophie

» Paradigma der Evolution

» Teleologie und Planmäßigkeit

» Sinn des Lebens

» Natürliche Vollkommenheit und unzweckmäßige Schönheit

» Informationstheorie

» Intelligente Information

» Allwissender und mächtiger Sender

» Unzulässiger Reduktionismus

» Alte und neue Gottesbeweise

» Mensch und Kultur

» Flutberichte

» Alter der Menschheit 

» Das menschliche Auge

» Rückbildung der menschlichen Sprache

» Gewissen, Ethik und Liebe

» Zusammengefasstes Nachwort der Autoren

» In Eigener Sache

 

 

 

Einleitung

Zwar sind seit der Erstveröffentlichung von Charles Darwins Buch Von der Entstehung der Arten am 24. November 1859 zahlreiche Fakten bekannt geworden, die ganz klar gegen die Evolutionstheorie sprechen, doch der Glaube an Evolution, Urknall und eine Milliarden Jahre alte Erde hat sich tief in das Bewusstsein der modernen Gesellschaft eingeprägt. Dabei hat diese Weltanschauung allmählich einen fundamentalistischen Charakter angenommen. In keinem anderen Bereich der Wissenschaften werden kritische Stimmen so unsachlich und vehement attackiert wie auf diesem Gebiet der Forschung. Wer zweifelt, wird aus der Debatte um die Ursprungsfragen ausgeschlossen und nicht selten bekämpft. 

Die Uneinsichtigkeit der führenden Schichten in Wissenschaft, Schulwesen und Medien erinnert an die Sturheit, mit der die römisch-katholische Kirche des Mittelalters ihr damaliges Weltbild verteidigt hat. 

„Entweder glaubt man an diese Ideen oder man wird unweigerlich als Ketzer gebrandmarkt.“ (Fred Hoyle und N. C. Wickramasinghe; Astronomen)

 

 

Woher kommt das Leben?

Stanley Miller (1930-2007), dessen "Ursuppenexperiment" seit den 60er-Jahren in jedem Biologiebuch erwähnt wird, gab 40 Jahre danach zu, dass keine der gegenwärtigen Hypothesen über den Ursprung des Lebens zu überzeugen vermag. Er bezeichnete sie allesamt als "Unsinn" bzw. als "chemische Kopfgeburten".

Heute wissen wir, was Darwin nicht wissen konnte: In den Zellen aller Lebewesen kommt eine geradezu unvorstellbare Menge an Information vor - und dazu noch in der höchsten uns bekannten Packungsdichte. Das verwendete Speichermedium in Form der doppelspiraligen DNS-Moleküle benötigt nur das extrem kleine Volumen von drei milliardstel Kubikmillimetern (3*10–9 = 0,000 000 003 mm). Hier wurde eine so immense Speicherdichte realisiert, von der die modernsten Computer noch um Zehnerpotenzen entfernt sind.

Information ist eine nicht-materielle Größe; sie ist daher keine Eigenschaft der Materie. Die Naturgesetze über nicht-materielle Größen - insbesondere die der Information - besagen, dass Materie niemals eine nicht-materielle Größe erzeugen kann. Weiterhin gilt: Information kann nur durch einen mit Intelligenz und Willen ausgestatteten Urheber entstehen. 

Da das Leben Gesetzmäßigkeiten unterworfen ist und von immens vielen verschlüsselten Informationsvorgaben gesteuert wird, kann festgestellt werden, dass die Evolutionstheorie zu den größten Irrtümern der Weltgeschichte gehört.

Die Veränderung von Lebewesen über die Artgrenze hinaus durch die Bildung neuartiger Organe oder Strukturen wurde noch nie beobachtet und ist absolut unbelegt.

In der niederländischen Standaard Encyclopedie heißt es zum Stichwort "Evolution": "Die [Makro-]Evolution, die das ab und zu auftretende Erscheinen und Auseinandergehen neuer Gruppen umfasst, wie es sich im Laufe der geologischen Zeiten ereignet hat, und die die höheren Stufen der Systematik wie Gattungen, Familien und Ordnungen oder Klassen betrifft, lässt sich durch experimentelle Genetik nicht direkt erklären. Die vorausgesetzten Hypothesen, die sich auf drastische Veränderungen der genetischen Anlagen stützen, können in Wirklichkeit nicht bewiesen werden."

An die 700 Naturwissenschaftler haben sich auf der folgenden Internetseite vernehmlich skeptisch zur Idee der Evolution geäußert:

http://www.discovery.org/scripts/viewDB/filesDB-download.php?command=download&id=660

 

 

Stammbaumforschung

Moderne DNA-Analysen zwingen die Wissenschaft, Stammbäume, die bisher anerkannt waren, zu revidieren. Die Bildung eines allgemein anerkannten Stammbaumes der Arten ist gescheitert.

Heute steht der gegenwärtigen Forschung zusätzlich die Analyse des Erbgutes (DNA) zur Verfügung. Bis vor einigen Jahren erhoffte man sich von diesen DNA-Analysen eine Bestätigung der damals bestehenden Stammbaumstrukturen. Diese Hoffnung hat sich jedoch eindeutig nicht erfüllt. Das Gegenteil war der Fall.

Trotz intensiver Suche wurde bis heute keine einzige Abfolge von Fossilien gefunden, die mit den Wirbellosen beginnt und über Fische, Amphibien und Reptilien zu den Säugetieren geht (1).

 

Referenz

(1) Vij Sodera, One Small Speck to Man, the Evolution Myth, Vij Sodera Productions, 2003, S. 37.

 

 

Irreduzibel komplexe Systeme

Ein irreduzibel (nicht reduzierbar) komplexes System nennt man eine Anordnung von einzelnen Bestandteilen, von denen jedes einzelne zwingend vorhanden sein muss, damit das Gesamtsystem funktioniert. Damit ein Auto fahren kann, benötigt es im Minimum einen Motor, eine Kupplung, vier Räder und eine Steuerung. Die Vorstellung, dass sich ein "primitives Urauto" in einer anfänglichen "Entwicklungsstufe" auch ohne Motor oder ohne Kupplung bzw. ohne Räder fortbewegt haben könnte, ist ebenso undenkbar wie die Vorstellung, dass die Vielfalt des irdischen Lebens schrittweise entstanden sein könnte.

Alle Lebewesen enthalten irreduzibel komplexe Systeme. Wird ein einziges Element eines solchen Systems entfernt, bricht das gesamte System zusammen bzw. steht die Gesamtfunktion des Systems still. Solche Systeme können nicht schrittweise aufgebaut werden, da sie ohne ein bestimmtes Minimum an Bestandteilen nicht funktionsfähig und lebensfähig sind. 

Mit dieser Problematik hat sich bereits Charles Darwin auseinandergesetzt. In seinem Buch Die Entstehung der Arten schreibt er: "Wenn man demonstrieren könnte, dass es irgendein komplexes Organ gibt, das nicht durch eine Reihe von einander folgenden geringen Modifikationen gebildet werden konnte, würde meine Theorie absolut zusammenbrechen." 

Darwin war in dieser Hinsicht noch sehr nüchtern. Wenn er erfahren hätte, was wir heute wissen, dann hätte er sein Buch wahrscheinlich nicht veröffentlicht. Doch in den vergangenen 150 Jahren ist die Evolutionstheorie zu einem dermaßen mächtigen Mythos geworden, dass viele Fachleute den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sehen.

Bereits die einfachste Zelle benötigt eine spezielle Hülle, Mechanismen zur Kontrolle des Stoffwechsels, Mechanismen zum Lesen, Schreiben und Duplizieren der DNA etc. 

Weitere Beispiele sind: Menschliche Organe wie Auge, Ohr oder Gehirn, Kniegelenke, Flugapparate der Vögel, der Fledermäuse und Insekten, zahlreiche symbiotische Lebensgemeinschaften, das Immunsystem, die Fotosynthese, der intrazelluläre Proteintransport etc. (1).

Zur "Produktion" dieser Systeme gehört auch die Bereitstellung der einzelnen Komponenten. Sie müssen zueinanderpassen und imstande sein, ihre Aufgabe von Anfang an richtig zu erfüllen. Der Biochemiker Michael J. Behe berichtet, dass in den vergangenen 17 Jahren keine einzige Fachzeitschrift (!) etwas über die notwendigen Zwischenformen während der Entwicklung komplexer biomolekularer Strukturen berichtet hat (2). Das sollte zu denken geben. Nachfolgend ein Beispiel von irreduzibel komplexen Systemen:

 

Der Bakterienmotor (3)

Gewisse Bakterien haben die Möglichkeit, sich mithilfe eines Motors fortzubewegen. Der Rotor dieses Motors ist mit einer Geißel verbunden, die zum Drehen gebracht wird, wodurch die Bakterie einen Vorschub bekommt. Dieser Mechanismus besteht aus mindestens neun verschiedenen Einzelteilen, die alle richtig zusammengesetzt sein müssen, damit er funktioniert. Eine schrittweise Entstehung eines solchen Mechanismus - im Sinne der Evolution, bei der jede einzelne (!) Zwischenstufe einen praktischen Überlebensvorteil bringt, ist nicht denkbar. Den Zweck des Fortbewegens könnten die zahlreichen Vorstufen nicht einfach schlechter, sondern gar nicht erfüllen.

 

Referenzen

(1) Michael J. Behe, Darwin's black box. The Biochemical Challenge to Evolution, The Free Press, New York, 1996, deutsche Übersetzung: Resch-Verlag, 2007, S. 87-225.

(2) Michael J. Behe, Nicht reduzierbare komplexe Systeme, factum Juli/August 1998, S. 32-39

(3) Michael J. Behe, Darwins Black Box, Resch-Verlag, 2007, S. 118-119.

 

 

Mutation und Informationszunahme

In der konventionellen Biologie geht man davon aus, dass die Anzahl von verschiedenen Arten, die je auf der Erde lebten, etwa 2 x 1014 (200 Billionen) beträgt. Um eine neue Art hervorzubringen, sind gemäß Befürwortern der Evolution schätzungsweise tausend Zwischenformen nötig. Somit müssten nach evolutionstheoretischer Sichtweise bis heute ca. 2 x 1017 Zwischenformen auf der Erde gelebt haben. Um von einer Zwischenform zur nächsten zu gelangen, braucht es angeblich wiederum schätzungsweise tausend vorteilhafte Mutationen. Das bedeutet, dass bis heute annähernd 2 x 1020 vorteilhafte Mutationen abgelaufen sein müssten.

Das wären auf die vergangenen 500 Millionen Jahre gerechnet (in denen die Evolution angeblich stattgefunden haben soll) weltweit durchschnittlich 10.000 vorteilhafte Mutationen pro Sekunde! Trotzdem konnte in der gesamten Fachliteratur der vergangenen Jahrzehnte keine einzige Mutation dokumentiert werden, wodurch zusätzliche sinnvolle Codierungen in die DNA hineingekommen wären (1) (2).

Lee Spetner meinte, dass "die Unfähigkeit, auch nur ein einziges Beispiel einer Mutation zu nennen, bei der Information hinzugefügt wurde, mehr bedeutet als nur fehlende Unterstützung der Theorie" (3).

 

Referenzen

(1) Gerald R. Bergman, Darwinism and the Deterioration of the Genome, CRSQ 42/2, September 2005, S. 110-112.

(2) Barney Maddox, Mutations: The Raw Material for Evolution?, Acts and Facts 36/9, September 2007, S. 10-13.

(3) Lee Spetner, Not by Chance!, The Judaica Press, 1997, S. 107 & 131.

 

 

Evolutionsmechanismen

Die bekannten Evolutionsmechanismen Mutation (sprunghafte Änderungen des Erbguts), Selektion, Gentransfer, Kombination von Genabschnitten, Genduplikation und andere Faktoren genügen nicht, um die Entstehung neuer Baupläne und Funktionen zu erklären. Diese Mechanismen sind praktisch ausnahmslos unwirksam oder schädlich, kaum nützlich und oft tödlich. Hinzu kommt, dass nach groben Schätzungen von John Haldane selbst die konservativsten Schätzungen der Befürworter einer Millionen Jahre andauernden Entwicklungszeit bei Weitem nicht ausreichen würden, um eine Artenvielfalt hervorzubringen, wie wir sie heute beobachten (1) (2). 

Der Mathematiker Lee Spetner hat Berechnungen angestellt, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass durch zufällige Ereignisse im Zuge der Evolution ein neuer Grundtyp entstehen könnte (3). Aufgrund von Angaben aus der gängigen Fachliteratur kam er auf das unfassbare Verhältnis von 1 : 3,6 x 102738. Zum Vergleich: Man schätzt, dass in unserem Universum etwa 1080 Atome existieren. Somit müsste man der Anzahl Atome im Universum 2600 Nullen anhängen, um das von Spetner geschätzte Wahrscheinlichkeitsverhältnis zu beschreiben. Der Mathematiker Emile Borel sprach bereits bei einer Wahrscheinlichkeit von 1 : 1050 von einem unmöglichen Ereignis.  

Spetner steht mit seinen Vorstellungen nicht allein da. Andere Wissenschaftler sind zu ähnlichen Resultaten gekommen (4). Allerdings muss man sich im Klaren sein, dass in diesem Bereich der Forschung mit unklaren Rahmenbedingungen gearbeitet wird, beziehungsweise dass diese aufgrund der Komplexität des Lebens kaum fassbar sind. Dennoch können uns derartige Annäherungen eine Vorstellung von der Dimension der Problematik vermitteln. 

 

Referenzen

(1) Don Batten, Haldane's Dilemma has not been solved, Technical Journal 19/1, 2005, S. 20-21.

(2) G.C. Williams. Natural Selection: Domains, Levels and Challenges, Oxford University Press, NY, 1992, S. 143-144.

(3) Lee Spetner, Not by Chance!, The Judaica Press, 1997, S. 94-131.

(4) G.L. Stebbins, Processes of Organic Evolution, Englewood Cliffs: Prentice-Hall, 1966.

 

 

Biodiversität

Unter Biodiversität versteht man die Vielfalt der Pflanzen- und Tierarten, die Vielfalt innerhalb der Arten und die Vielfalt von Ökosystemen. Ebenso wie der menschliche Körper von der Arbeitsteilung einer Vielzahl von Zellen und Organen abhängig ist, ist auch ein Ökosystem von der Aufteilung der Arbeit durch Biodiversität abhängig. Aus diesem Grund ist das Szenario einer allmählichen Evolution, die mit einer einzelnen Zelle begonnen haben soll, wirklichkeitsfremd. Es ist denkbar, dass die Ökosysteme, in denen wir heute leben, in sehr kurzer Zeit - womöglich innerhalb von wenigen Tagen - zusammengestellt werden mussten. 

In den vergangenen Jahren wurde auf dem Gebiet der Biodiversität viel diskutiert und geforscht. Dabei konzentrierte man sich im Allgemeinen auf die Rettung und Erhaltung der Ökosysteme. Das führte zu einem völlig neuen Verständnis und zu neuen Methoden, um gefährdete Arten zu schützen. Statt zu versuchen, einzelne Arten zu retten, schützt man die ganzen Ökosysteme, in denen sie vorkommen. Damit schützt man gleichzeitig weitere Arten, die nicht so stark bedroht sind. 

Der kollektive ökologische Dienst, der durch die verschiedenen füreinander arbeitenden Arten geleistet wird, sorgt dafür, dass unser Planet sauber und für das Leben geeignet bleibt. Die Biologin Yvonne Baskin schreibt, dass "das verschwenderische Aufgebot von Organismen, das wir 'Biodiversität' nennen, ein kompliziert verbundenes Gewebe von lebenden Dingen ist, deren Tätigkeiten harmonisch ineinandergreifen, um die Erde zu einem einzigartigen bewohnbaren Planeten zu machen" (1).

Es scheint, dass diverse Dienste und die Organismen, die sie bieten, schon von Anfang an beisammen sein mussten.

Solange Ökologie nur eine lose Sammlung von Organismen ohne bindende Beziehungen zu sein schien, konnte man sich vorstellen, dass sie durch allmähliche, richtungslose Prozesse aufgebaut wurde. Nun aber, nachdem immer mehr von der unglaublich komplex vernetzten Biodiversität bekannt wird, sehen sich die Befürworter der Evolutionstheorie in einem ähnlichen Dilemma wie damals, als die komplizierten Strukturen der Zellen entdeckt wurden. Weil die Ökologie auf so viel darunterliegender Multi-Spezies-Komplexität aufgebaut ist, stellt die Erklärung ihrer Entwicklung durch zufällige Ereignisse geradezu schmerzhafte Anforderungen an unsere Glaubensbereitschaft. 

 

Referenz

(1) Yvonne Baskin, The Work of Nature: How the Diversity of Life Sustains Us, Island Press, Washington D.C., 1997.

 

 

Symbiose und fremddienliches Verhalten

Die bekannten Mechanismen der Evolutionstheorie versagen, wenn es darum geht, die Entstehung von Symbiose und fremddienlichem Verhalten zu erklären. 

Der größte Teil der Biomasse auf der Erde besteht aus symbiotischen Systemen.

 

Einige Beispiele von Symbiose

  • Die Bestäubung von Blütenpflanzen durch Insekten, wobei die Insekten Nektar als Nahrung erhalten.

  • Ameisen beschützen Blattläuse und erhalten im Gegenzug Zuckerwasser.

  • Viele im flachen Wasser lebende, zu den Wirbellosen zählende Meerestiere wie Feuerkorallen, die meisten Blumentiere sowie die Riesenmuscheln leben mit Fotosynthese betreibenden Zooxanthellen zusammen.

  • Auf Magen- und Darmbakterien (z. B. Escherichia coli) sind alle Säugetiere und ebenso der Mensch zwingend angewiesen.

  • Die Flechten sind ein symbiotisches Gefüge aus Algen und Pilzen, wobei die Algen durch Fotosynthese Kohlenhydrate produzieren, die von den Pilzen aufgenommen werden, während die Pilze den Algen Wasser und Nährsalze liefern. 

 

 

Drosophila melanogaster

Die Fruchtfliege Drosophila melanogaster ist seit 1908 als Modellorganismus der Genetik etabliert.

Man benutzt sie, weil sie genetisch einfach aufgebaut ist und im Labor leicht gezüchtet werden kann. 

Mehr als 3000 künstlich hervorgerufene Mutationen mit der Fruchtfliege haben keinen neuen, vorteilhafteren Bauplan hervorgebracht; die Fruchtfliege blieb immer eine Fruchtfliege.

Der Evolutionist Pierre-P. Grassé musste feststellen: "Die Fruchtfliege, das bevorzugte Forschungsobjekt der Genetiker, deren geografische, biotopische, urbane und rurale Typen man von vorne und hinten kennt, scheint seit Urzeiten dieselbe geblieben zu sein" (1).

 

Referenz

(1) Pierre-P. Grassé, Evolution of living Organisms, New York: Acad. Press, 1977, S. 130.

 

 

Rudimentäre Organe

In den vergangenen 150 Jahren hat man bei zahlreichen Lebewesen Organe entdeckt, die vorerst als rudimentär, also unvollständig und zwecklos eingestuft wurden. Allerdings zeigte sich nachträglich meistens, dass sie dem Gesamtorganismus sehr wohl einen konkreten Nutzen bringen. Die Milliarden von "im Aufbau befindlichen Organen", von denen es in der Natur nur so wimmeln müsste, sind nicht existent.

Bei einer evolutionären Entwicklung durch kleine Mutationsschritte wäre zu erwarten, dass viele Lebewesen über Generationen halbfertige, im Aufbau befindliche Organe mit sich tragen. Trotz intensiver Suche wurde nichts dergleichen gefunden (1) (2) (3).

 

Zwei Beispiele:

  • Der Wurmfortsatz (Blinddarm) des Menschen unterstützt die Darmflora. Bei Durchfall kann ein Teil der Darmflora im Wurmfortsatz überleben, was dabei hilft, die gesamte Darmflora möglichst schnell wiederherzustellen. Menschen bei denen der Blinddarm entfernt wurde, brauchen länger, bis sie wieder voll gesund sind.

  • Die Beckengürtelreste bei Walen haben Beziehungen zum Genitalapparat und dienen als Ansatzstellen für die starke Aftermuskulatur.

 

Referenzen

(1) Helmut Schneider, Natura, Biologie für Gymnasien, Band 2, Lehrerband, Teil B, 7. bis 10. Schuljahr, Ernst Klett Verlag, 2006, S. 268.

(2) Prof. Ulrich Weber (Süßen), Biologie Oberstufe, Gesamtband, Cornelsen Verlag, Berlin 2001, S. 259.

(3) Horst Bayrhuber, Ulrich Kull, Linder Biologie, Lehrbuch für die Oberstufe, 21., neu bearbeitete Auflage (1998), Schroedel Verlag GmbH, Hannover, S. 404. 

 

 

Biogenetisches Grundgesetz

Ernst Haeckel (1834-1919) hat behauptet, dass der Mensch während des Wachstums im Mutterleib die evolutionäre Entwicklung vom Fisch bis zum Menschen wiederhole. Diese These wurde schon zu Lebzeiten Haeckels widerlegt. Neue Fotos beweisen die völlige Haltlosigkeit dieser Theorie. Trotzdem findet sich Haeckels Darstellung auch heute noch in vielen Schulbüchern!

Haeckel hat mit Zeichnungen zu beweisen versucht, dass der Wirbeltierembryo während seines Wachstums eine allgemeine Stammesentwicklung durchläuft (1). Allerdings erwiesen sich diese Zeichnungen als Fälschungen. Bereits Ende der 1860er-Jahre wurde der Betrug aufgedeckt (2) (3).

1997 haben der Embryologe Richardson und seine Mitarbeiter diverse Wirbeltierembryos in verschiedenen Entwicklungsstadien fotografisch festgehalten und auf ähnliche Weise geordnet, wie sie damals von Haeckel dargestellt wurden. Anhand dieser Fotos kann jeder Laie erkennen, wie jede Wirbeltierart ihren besonderen, individuellen Entwicklungsweg durchschreitet, der auf kürzestem Weg zu einem lebensfähigen Individuum führt (4).

Es ist absolut unverständlich, wie eine so plumpe Fälschung innerhalb einer wissenschaftlichen Arbeit im Verlauf von mehr als 100 Jahren verbreitet werden konnte - und dass sie auch heute noch in gängigen Lehrmitteln angetroffen werden kann (5) (6) (7)!

 

Referenzen

(1) Ernst Haeckel, Natürliche Schöpfungsgeschichte, 1868.

(2) Rolf Höneisen, Gefälschte Zeichnungen, factum Januar 1999, S. 8-11.

(3) Lee Strobel, Indizien für einen Schöpfer, Gerth Medien, 2006, S. 42.

(4) M.K. Richardson, J. Hanken, M.L. Gooneratne, C. Pieau, A. Raynaud, L. Selwood und G.M. Wright, There is no highly conserved embryonic stage in the vertebrates, Anatomy and Embryology, 1997, S. 196.

(5) Helmut Schneider, Natura, Biologie für Gymnasien, Band 2, Lehrerband, Teil B, 7. bis 10. Schuljahr, Ernst Klett Verlag, 2006, S. 277.

(6) Horst Bayrhuber und Ulrich Kull, Linder Biologie, Lehrbuch für die Oberstufe, 21., neu bearbeitete Auflage (1998), Schroedel Verlag GmbH, Hannover, S. 402 & 406.

(7) Prof. Ulrich Weber (Süßen), Biologie Oberstufe, Gesamtband, Cornelsen Verlag, Berlin 2001, S. 257 & 260.

 

 

Birkenspanner

In vielen Schulbüchern wird eine Falterart, der Birkenspanner, als Paradebeispiel für beobachtete Evolution angeführt. Es gibt diesen Falter in heller und dunkler Ausprägung. Aufgrund der Luftverschmutzung im Zuge der Industrialisierung starben die weißen Flechten auf den Borken der Bäume ab. Die Bäume wurden dunkel. In derselben Zeit haben sich die dunklen Falter stärker vermehrt als die hellen. Dies geschah angeblich deshalb, weil die hellen Falter auf den dunklen Baumstämmen von den Vögeln, die sie fressen, besser entdeckt werden konnten. Bei diesem Vorgang kann jedoch keineswegs von Evolution gesprochen werden. Es handelt sich lediglich um eine Abnahme/Zunahme bestehender Populationen.

Nachdem vermutet wurde, dass man mit dem Birkenspanner ein konkret beobachtbares Beispiel für Evolution gefunden hatte, wurden eingehende Feldstudien gemacht. Und was hat sich bewahrheitet?

In Wahrheit ist es so, dass sich die Birkenspanner kaum jemals auf Baumstämmen niederlassen. Hinzu kommt, dass die hellen Formen bereits in einer Zeit wieder zugenommen haben, als sich die Flechten noch nicht regeneriert hatten. Schlussendlich konnte sogar gezeigt werden, dass diese Falter gar nicht dazu tendieren, Untergründe zu wählen, die zu ihrer eigenen Farbe passen. 

Sollte es überhaupt einen Zusammenhang zwischen Umweltverschmutzung und den Häufigkeiten der dunklen oder hellen Falter geben, so ist dieser viel komplizierter als früher angenommen und bislang unverstanden (1). Dass ein solches Beispiel immer noch in modernen Schulbüchern zu finden ist (2) (3), verdeutlicht, wie unkritisch die Evolutionstheorie im Allgemeinen hingenommen wird. 

 

Referenzen

(1) Junker und Scherer, Evolution, ein kritisches Lehrbuch, Weyel, 2006, S.71.

(2) Helmut Schneider, Natura, Biologie für Gymnasien, Band 2, Lehrerband, Teil B, 7. bis 10. Schuljahr, Ernst Klett Verlag, 2006, S. 270.

(3) Horst Bayrhuber und Ulrich Kull, Linder Biologie, Lehrbuch für die Oberstufe, 21., neu bearbeitete Auflage (1998), Schroedel Verlag GmbH, Hannover, S. 388.

 

 

 

Geologie und Paläontologie

Das Modell einer uralten Erde ist für die Evolutionstheorie von entscheidender Bedeutung. Nur wenn die Geschichte unseres Planeten einige Milliarden Jahre beinhaltet, sollte es (gemäß Theorie) möglich sein, dass aus einem einfachen Einzeller allmählich ein Mensch werden konnte. Aber: Ist unsere Erde tatsächlich Milliarden Jahre alt?

Die sogenannten radiometrischen Messmethoden, die zur Altersbestimmung von Gesteinen und Fossilien hauptsächlich herangezogen werden, sind keineswegs gesichert. Die verfügbaren Daten können sehr unterschiedlich interpretiert werden. 

Diverse Beobachtungen aus geologischen Formationen lassen massive Zweifel an den herkömmlichen Datierungsmodellen aufkommen. Wenn man die Abtragung der Kontinente, das Wachstum von Flussdeltas und die Veränderungen von Meeresküsten und Riffen analysiert, so ist es nicht denkbar, dass die aktuellen Prozesse seit vielen Millionen Jahren ablaufen.

Untersuchungen der Schichtgrenzen zwischen geologischen Formationen und Erkenntnisse der modernen Sedimentologie deuten ebenfalls auf eine kurze Erdgeschichte hin. Katastrophische Ereignisse wie der Vulkanausbruch des Mount St. Helens im Nordwesten der USA beweisen, dass die geologischen Formationen unserer Erde in sehr kurzer Zeit gebildet werden konnten.

Schließlich spricht auch der Fossilbericht gegen Darwins Lehre von der Abstammung der Arten. Nach evolutionstheoretischer Sichtweise müssten bis heute viele Milliarden Zwischenformen auf unserer Erde gelebt haben. Dennoch konnte bis heute kein einziges (!) unumstrittenes evolutionäres Bindeglied (Missing Link) entdeckt werden.

 

 

Stasis im Fossilbericht

Als Charles Darwin seine Theorie veröffentlichte, dass alle uns bekannten Lebewesen miteinander verwandt seien, erntete er vonseiten der Paläontologen mehrheitlich Kopfschütteln. Bereits damals war zu erkennen, dass die notwendigen Übergangsformen zwischen den einzelnen Grundtypen systematisch fehlen. Heute kann man beobachtungsbedingt von Stasis (Stillstand) als einem Hauptmerkmal des Fossilberichtes sprechen.

Stasis bedeutet, dass keine neuen Formen und Organe entstehen und die Grundtypen im Wesentlichen über die gesamte Erdgeschichte hinweg unverändert geblieben sind.

Aufgrund des systematischen Fehlens grundlegender gerichteter Veränderungen bei den Fossilien muss die angenommene Höherentwicklung der Lebewesen als Mythos betrachtet werden. In der Entwicklung der meisten fossilen Arten zeigen sich zwei wesentliche Merkmale, die einer langsamen und in kleinen Schritten ablaufenden Entwicklung (Gradualismus) deutlich widersprechen: Stasis und schlagartiges Auftreten neuer Arten.

Innerhalb der geologischen Zeittafel treten neue Arten in der Regel schlagartig und als "voll entwickelte" Spezies auf. Man hat noch nie Fossilien gefunden, die den Prozess einer allmählichen Umwandlung von einer Art zur anderen dokumentieren (1).

 

Geschichtliche Hintergründe (2)

"Wir Paläontologen haben gesagt, dass die Geschichte des Lebens (die These vom allmählichen Wandel durch Anpassung) durch die Fossilien untermauert wird, während wir die ganze Zeit über im Grunde wussten, dass dies nicht zutrifft", gibt der berühmte Paläontologe Niles Eldredge zu bedenken. So hat es sich im Laufe der Zeit zu einem eigentlichen Berufsgeheimnis der Paläontologie entwickelt, dass es diese evolutionären Zwischenformen nicht gibt. 

"Es hat den Anschein, dass jede neue Generation einige junge Paläontologen hervorbringt, die darauf erpicht sind, Beispiele evolutionären Wandels in ihren Fossilien zu dokumentieren. Die Veränderungen, nach denen sie gesucht haben, sollen natürlich allmählicher, fortschreitender Art sein. In den meisten Fällen sind ihre Anstrengungen nicht von Erfolg gekrönt - ihre Fossilien scheinen im Grunde unverändert zu bleiben, statt die zu erwartenden evolutionären Formen erkennen zu lassen ...", gibt Eldredge weiter zu bedenken.

Diese außerordentlich hohe Konstanz in den Fossilien sieht für den Paläontologen, der unbedingt Beweise evolutionären Wandels finden will, so aus, als hätte keine Evolution stattgefunden. Doch weil das Grundkonzept der Evolution als selbstverständlich gilt, wird das gewöhnlich als "für die Ergebnisse irrelevant" betrachtet und die fehlenden fossilen Zwischenformen mit "Lücken im Fossilbericht" erklärt.

 

Persistierende Arten (3)

Unter persistierenden Arten versteht man Pflanzen- und Tierarten, die während der gesamten geologischen Zeit fast oder völlig unverändert geblieben sind. Zum Beispiel:

  • Viren, Bakterien und Schimmelpilze seit dem Präkambrium

  • Schwämme, Schnecken und Quallen seit dem Kambrium

  • Moose, Seesterne und Würmer seit dem Ordovizium

  • Skorpione und Korallen seit dem Silur

  • Haie und Lungenfische seit dem Devon

  • Farne und Schaben seit dem Karbon

  • Käfer und Libellen seit dem Perm

  • Föhren und Palmen seit der Trias

  • Krokodile und Schildkröten seit dem Jura

  • Enten und Pelikane seit der Kreide

  • Ratten und Igel seit dem Paläozän

  • Lemuren und Nashörner seit dem Eozän

  • Biber, Eichhörnchen und Ameisen seit dem Oligozän

  • Kamele und Wölfe seit dem Miozän

  • Pferde und Elefanten seit dem Pliozän

 

Aufgrund des Evolutionsmodells erwartet man, dass sich die Arten in einem ständigen Wandel befinden. Stattdessen werden sie in der Regel in allen geologischen Schichten, in denen sie auftreten, unverändert vorgefunden. Die Querverbindungen zwischen den Arten fehlen komplett.

 

Referenzen

(1) Stephen Jay Gould, zitiert in Philip E. Johnson, Darwin im Kreuzverhör, Christliche Literatur-Verbreitung, Bielefeld, S. 66.

(2) Niles Eldredge, zitiert in Philip E. Johnson, Darwin im Kreuzverhör, Christliche Literatur-Verbreitung, Bielefeld, S. 76-77.

(3) Willem J. Ouweneel, Evolution in der Zeitenwende, Christliche Schriftenverbreitung, Hückeswagen, S. 146.

 

 

Schnelle Versteinerung (Taphonomie)

Damit ein Lebewesen fossiliert werden kann, muss es innerhalb kürzester Zeit mit Sedimenten überdeckt und von Luft abgeschlossen werden. Ansonsten wird es verfaulen/verwesen. Wenn das abgeschlossene Lebewesen von geeigneten Mineralien umgeben ist, findet aufgrund chemischer Gesetze ein Austausch zwischen den Molekülen des Lebewesens und seiner mineralhaltigen Umgebung statt. Der eigentliche Prozess kann unter geeigneten Bedingungen innerhalb von fünf Tagen beginnen und nach Wochen, Monaten oder wenigen Jahren abgeschlossen sein. Wie schnell ein Lebewesen mineralisiert wird, ist vom Umfeld abhängig, worin es eingebettet wurde.

Fossilien entstehen gewöhnlich nur bei großen Katastrophen. In der Brockhausausgabe von 1988 findet man unter dem Stichwort "Fossilisation" Folgendes: "Voraussetzung (für die Bildung von Fossilien) ist die schnelle Einbettung abgestorbener Lebewesen in tonige, sandige und andere Ablagerungen oder in Harz (der spätere Bernstein), sodass sie nicht verwesen, gefressen oder durch äußere physikalische oder chemische Kräfte zerstört werden können."

Gemäß einem Bericht von Derek Briggs und Amanda Kear in Science hat man in Laborversuchen beobachtet, dass eine teilweise Mineralisierung von Krevetten schon zwei Wochen nach dem Tod einsetzte (1). Die Mineralisierung von Muskeln betrug nach 8 Wochen bereits 40 %. Auch wenn dieser Prozess nicht immer so schnell abläuft, so steht dennoch fest, dass dazu keineswegs Millionen Jahre notwendig sind.

 

Dinosaurierknochen mit elastischem Gewebe und zellulären Strukturen gefunden

Interessanterweise wurden in den vergangenen Jahren bereits einige Dinosaurierknochen gefunden, bei denen der Prozess der Mineralisierung noch nicht abgeschlossen war. Unter anderem haben sie flexibles, elastisches Gewebe mit zellulären Strukturen (Kollagen und Blutgefäße) enthalten. Wenn diese Knochen tatsächlich 60 Millionen Jahre und älter sind, lässt sich schwer erklären, wie dieses organische Material dem Zerfallsprozess (Entropie) trotzen konnte (2) (3).

Die meisten Gesteinsschichten, die wir heute vorfinden, enthalten größere oder kleinere Fossilien. Alle diese Schichten müssen sehr schnell entstanden sein. 

In Schweden lässt sich die Hälfte des Ordoviziums (angeblich etwa 30 Millionen Jahre oder mehr alt) in einem einzigen Steinbruch besichtigen. Das nennt man ein Kondensationslager, weil man davon ausgeht, dass die Ablagerung sehr langsam erfolgte. Dennoch findet man auch in diesen Ablagerungen jede Menge Trilobiten (4). Diese Ablagerungen müssen in Schüben stattgefunden haben, die innerhalb von Tagen, Jahren oder Jahrzehnten erfolgen konnten. Ansonsten wären die Trilobiten zerfallen, bevor sie versteinern konnten. 

 

Referenzen

(1) Derek E.G. Briggs und Amanda J. Kear, Fossilization of Soft Tissue in the Laboratory, Science 259, 5. März 1993, S. 1439-1442.

(2) Mary Higby Schweitzer et al., Analyses of Soft Tissue from Tyrannosaurus rex Suggest the Presence of Protein, Science 316, 13. April 2007, S. 277-280.

(3) H. Binder, Elastisches Gewebe aus fossilen Dinosaurier-Knochen, Studium Integrale, Oktober 2005, S. 72-73. http://www.wort-und-wissen.de/index2.php?artikel=sij/sij122/sij122-5.html.

(4) R. Fortey, Trilobiten!, München, 2002, S. 203.

 

 

Missing Links

Die notwendigen Übergänge von Fischen zu Amphibien, von Amphibien zu Reptilien und von Reptilien zu Vögeln sind auch nach 150-jähriger intensiver Suche in den Fossilien nicht gefunden worden. Vergleiche zwischen den "amphibienähnlichsten Fischen" (Coelacanth/Periophthalmus) und den "fischähnlichsten Amphibien" (Ichthyostega) zeigen zudem, dass bei komplexen Schlüsselmerkmalen, wie z. B. dem Bau der Tetrapodenextremität (Beine der vierfüßigen Landlebewesen) oder dem Bau des Hirnschädels, evolutionäre Zwischenformen kaum denkbar sind. Für den Übergang zwischen Reptilien und Vögeln hält man sich hartnäckig daran, dass der Archaeopteryx eine Übergangsform sei; obwohl heute erwiesen ist, dass er zu hundert Prozent ein Vogel, gefiedert, warmblütig und mit einer speziellen Vogellunge ausgestattet war.

Zwischen den verschiedenen Ordnungen, Familien und Klassen der uns bekannten und in den Fossilien überlieferten Lebewesen gibt es keine einzige (!) unwidersprochene Übergangsform (Missing Link). Zwischen allen diesen Klassen und ihren vielen Ordnungen wären gemäß Evolutionstheorie unzählige Zwischenformen zu erwarten, die mehrere Schlüsselmerkmale beider Arten in sich vereinen. Als Übergangsformen wurden in der Vergangenheit einige Beispiele vorgeschlagen, die jedoch nach eingehender Prüfung allesamt verworfen werden mussten (1) (2) (3).

 

Die Quastenflosser (Crossopterygier)

Eine dieser Übergangsform zwischen Fischen und Amphibien soll der Quastenflosser sein. Dieser Fisch verfügt über Flossen mit verstärktem Muskelansatz, sodass man davon ausging, dass er mit seinen Flossen auf dem Meeresgrund gehen würde. Tag und Nacht hat man diese Tiere beobachtet und kam dabei zu dem Schluss, dass sie ihre verstärkten Flossen dazu verwenden, um sich im Wasser aufzustellen und senkrecht mit dem Kopf nach oben und der Brust nach vorne zu schwimmen. Davon ist jedoch in kaum einem Schulbuch etwas zu lesen.

Wenn man den Quastenflosser betrachtet (zum Beispiel Latimeria, ein lebendes Fossil), wird klar, dass er eindeutig ein Fisch ist. Hinzu kommt, dass er mit ca. 1 m Länge ein verhältnismäßig großer Fisch ist. Dass ausgerechnet dieser große Fisch eine Übergangsform zwischen Fisch und Amphibium sein soll, scheint nicht sehr glaubwürdig zu sein. Zudem hält er sich in großen Meerestiefen auf, und selbst von einem Ansatz zur Lungenbildung ist nichts zu entdecken. 

 

Die Schlange

Der Stammbaum der Schlangen ist in den Fossilien, wenn überhaupt, nur sehr bruchstückhaft zu erkennen. Unter Fachleuten ist die Evolution der heutigen Schlange ein Phänomen, das sich nur durch viele Spekulationen erklären lässt (4).

 

Referenzen

(1) Helmut Schneider, Natura, Biologie für Gymnasien, Band 2, Lehrerband, Teil B, 7. bis 10. Schuljahr, Ernst Klett Verlag, 2006, S. 257.

(2) Horst Bayrhuber und Ulrich Kull, Linder Biologie, Lehrbuch für die Oberstufe, 21., neu bearbeitete Auflage (1998), Schroedel Verlag GmbH, Hannover, S. 418, 430, 432.

(3) Ulrich Weber, Biologie Oberstufe, Gesamtband, Cornelsen Verlag, Berlin 2001, S. 294-295.

(4) Colbert et al., Evolution of the vertebrates: A history of the backboned animals through time, 5. Aufl., New York: Wiley-Liss, 2001.

 

 

Kambrische Explosion

In den Erdschichten, die älter sind als das sogenannte Kambrium (das angeblich vor 488 bis 542 Millionen Jahren stattfand), findet man ausschließlich Mikrofossilien. Im Kambrium selbst tauchen dann plötzlich hoch differenzierte Lebewesen auf. Die Annahme, dass einzellige und mehrzellige Lebewesen oder Pflanzen und Tiere gemeinsame Vorfahren haben, wird durch den Fossilbericht nicht gestützt, sondern massiv infrage gestellt. Diese Problematik ist allgemein bekannt. Weil die höheren Lebewesen "explosionsartig" und ohne Vorläufer (!) auftreten, spricht man in Fachkreisen von der "Kambrischen Explosion". 

Das gleichzeitige Auftreten der meisten Stämme im Kambrium spricht gegen die Theorie, dass die Lebewesen gemeinsame Vorfahren haben. 

Zum Kernproblem der Kambrischen Explosion äußert sich Ernst Mayr, der 2005 verstorbene Hauptvertreter der modernen synthetischen Evolutionstheorie, folgendermaßen (1):

"Fast alle [...] Stämme tauchen am Ende des Präkambriums und zu Beginn des Kambriums, das heißt vor etwa 565 bis 530 Millionen Jahren, bereits in voll ausgeprägter Form auf. Man hat keine Fossilien gefunden, die zwischen ihnen stehen, und auch heute gibt es keine solchen Zwischenformen. Die Stämme scheinen also durch unüberbrückbare Lücken getrennt zu sein."

 

Referenz

(1) Ernst Mayr, Das ist Evolution, 3. A., München, 2003, S. 74.

 

 

Abtragung der Kontinente

Der renommierte Geologe Ariel A. Roth hat recherchiert, wie viel Schutt, Schlamm, Geröll etc. Jahr für Jahr durch die heutigen Flüsse in die Ozeane gespült wird. Er berechnete, dass nach 10 Millionen Jahren die Kontinente bis auf Meereshöhe abgetragen wären, wenn sie nicht zugleich durch tektonische Prozesse angehoben würden. Selbst wenn in der Vergangenheit wesentlich weniger Material eingespült worden wäre, ist klar, dass zumindest in den oberen Gesteinsschichten niemals Fossilien zu finden sein dürften, die deutlich mehr als 10 Millionen Jahre alt sind. Sie müssten längst abgetragen sein. 

 

Konsequenzen für die geologische Zeittafel

Da unsere Kontinente in einem so starken Wandel begriffen sind, ist es nicht vorstellbar, dass Fossilien, die wir an der Erdoberfläche finden, tatsächlich 300 bis 500 Millionen Jahre alt sein sollen. Und schon gar nicht in der Fülle (!), wie sie heute vorgefunden werden. Die konventionelle geologische Zeittafel, wie sie an den meisten staatlichen Schulen gelehrt wird, muss äußerst kritisch betrachtet werden.

 

 

Flussdeltas, Meeresküsten und Riffe

Das Material, das durch die Flüsse und Ströme in Seen und Meere hineingeschwemmt wird, lässt Schlüsse darüber zu, wie lange diese Prozesse bereits gedauert haben. Erstaunlich ist, dass es auf der ganzen Erde kein einziges Flussdelta gibt, das mit Sicherheit deutlich älter als 10.000 Jahre sein kann. Auch wenn man die aktuellen Veränderungen von Seen und Meeresküsten beobachtet, wird klar, dass die Erdoberfläche, die wir heute vor uns haben, niemals Millionen und Milliarden Jahre alt sein kann.

 

  • Der Amazonas transportiert jährlich gut 500 Millionen Tonnen Material in den Atlantik. Dadurch wurde der Schelf im Mündungsbereich des Amazonas gegenüber dem umliegenden Schelf um etwa 50 m angehoben. Nach heutigen Verhältnissen würde es ca. 14.000 Jahre gedauert haben, um dieses Volumen abzulagern. Wenn berücksichtigt wird, dass der Amazonas bei der Auffaltung der Anden wesentlich mehr Material ins Meer hineingeschwemmt hat, als er das heute tut, muss diese Zahl noch einmal drastisch reduziert werden. In gut 3000 Jahren kann der heutige Schelf im Mündungsgebiet des Amazonas bis zur Wasseroberfläche aufgefüllt sein.

  • Der Mississippi transportiert jährlich ca. 300 Millionen Tonnen Material in den Golf von Mexiko. Aufgrund dieses Volumens müsste der Golf nach acht Millionen Jahren komplett ausgefüllt sein. In Wahrheit findet man aber nur ein verhältnismäßig kleines Flussdelta von etwa 50 km Länge am Ende des Stroms. Einige Befürworter einer Milliarden Jahre alten Erde meinen, dass das angeschwemmte Material fortlaufend im Meer versinke. Doch in den Bohrkernen, die man im Meeresboden gemacht hat, ist davon nichts sichtbar. Solche Bohrungen wurden über den ganzen Golf verteilt gemacht, (nicht, um das Alter der Erde zu berechnen, versteht sich, sondern mit der Absicht, nach Erdöl zu suchen ...).

  • Die Klippen der Niagarafälle werden vom vielen Wasser 1,5 m pro Jahr abgetragen. Der Wasserfall verschiebt sich daher allmählich gegen den Eriesee hin. Aus der Distanz zum Ontariosee (11,5 km) kann man schließen, dass die Niagarafälle allerhöchstens 10.000 Jahre alt sind (1).

  • Aufgrund der heute eingeführten Menge an Kies und Sand würde der Vierwaldstätter See in der Schweiz nach spätestens 4000 Jahren komplett aufgefüllt sein. Auch der Bodensee wird von heute an kaum länger als 10.000 Jahre existieren.

  • Auch in Bezug auf das Wachstum von Kalkriffen fehlen die Folgen einer Millionen Jahre dauernden Erdgeschichte komplett. Analog zur Bahamabank, wo heute durch organisches Fixieren herangespülter Kalkpartikel auf Mikrobenmatten Lamellen von ca. 1 mm pro Tag entstehen (2), kann das Hochwachsen der Zechsteinriffe erklärt werden. Es kommen ca. 50 Lamellen auf 17 mm Karbonat; das führt bei einer vereinfachten Rechnung auf lediglich rund 500 Jahre Wachstumszeit für die höchsten Riffe (etwa 60 m) in Thüringen (3).

 

Referenzen

(1) Larry Pierce, Niagara Falls and the Bible, Creation 22(4), 2000, S. 8-13, http://www.creationontheweb.com/content/view/276/.

(2) C.D. Gebelein, Distribution, Morphology and Accretion Rate of recent subtidal Algal Stromatolites, Bermuda, Journal of Sedimentation and Petrol, 39, S. 49-69.

(3) K. Kerkmann, Riffe und Algenbänke im Zechstein von Thüringen, Freiberger Forschungshefte, 1969, C 252.

 

 

Ausbruch des Mount St. Helens

Beim gigantischen Ausbruch des Vulkans Mount St. Helens im Jahre 1980 sind innerhalb von Stunden und Tagen geologische Formationen entstanden, die sehr genau mit anderen übereinstimmen, von denen man bisher angenommen hat, dass sie in einem Tausende und Millionen Jahre dauernden Prozess geformt worden seien. Die Beobachtungen am Mount St. Helens verdeutlichen, wie die geologischen Formationen unserer Erde nicht in einem langwierigen Prozess, sondern durch eine Reihe katastrophischer Ereignisse gebildet werden konnten.

Vor dem Ausbruch im Jahr 1980 war der Mount St. Helens im Nordwesten der USA ca. 400 m höher, als er heute ist. Durch die Hitze beim Ausbruch schmolz der Schnee in der Gipfelregion des knapp 3000 m hohen Berges und vermischte sich mit den Ablagerungen und dem Gesteinsschutt. Die so entstandenen Schutt- und Schlammströme, die mit einer Geschwindigkeit von bis zu 150 km/h ins Tal flossen, erodierten innerhalb kurzer Zeit bis zu 200 m tiefe Canyons in den massiven Fels hinein.

Bei anderen Canyons in Amerika gehen die meisten Geologen davon aus, dass sie durch die Kraft von Flüssen über sehr lange Zeiträume allmählich eingeschnitten wurden (langsame Erosion). Der Ausbruch des Mount St. Helens beweist jedoch, dass solche geologischen Gebilde auch in sehr kurzer Zeit entstehen können. 

 

 

Moderne Sedimentologie

Die moderne Sedimentologie bestätigt, dass die Merkmale der Sedimentschichten, die sichtbar und für die Forschung zugänglich sind, kurze und intensive Ablagerungen aufweisen. Aufgrund der beobachteten Strukturen der Sedimente (Schrägschichtung/Gradierte Schichtung) können Zeiträume von Hunderten von Millionen Jahren schwerlich bestätigt werden. Auch bei der Interpretation von Feinstschichten findet ein Umdenken statt. In vielen Fällen spricht man heute von Tages- statt von Jahreslagen.

Am 24. Mai 2002 debattierte man an der International Solomon University in Kiew (Ukraine) bereits zum zweiten Mal über die Frage: "Sind Makroevolution und progressive Evolution Tatsachen?" Zehn verschiedene Referenten haben zum Thema Stellung genommen. Besonders aufgefallen ist der Geologe A.V. Lalomov, Direktor des geologischen Forschungslabors ARCTUR in Moskau, der ohne Umschweife eine "Kurzzeitgeologie" vertreten hat.

Seiner Meinung nach bestätigt die moderne Sedimentologie, dass die wirklichen Merkmale der Sedimentschichten, die sichtbar und für die Forschung zugänglich sind (im Gegensatz zu den Lücken zwischen den Schichten, die nichts Beobachtbares oder Erforschbares bieten können), kurze und intensive Ablagerungen zeigen (1).

Interessant ist, dass seit einigen Jahren speziell russische Wissenschaftler (primär auf der Suche nach Bodenschätzen) vermehrt am Modell einer Milliarden Jahre alten Erde zu zweifeln beginnen. Interessant ist es darum, weil die ehemalige Sowjetunion eine Hochburg für ein atheistisches, evolutionsgläubiges Denken war.

 

Schrägschichtungen

Die Strukturen von abgelagerten Sedimenten erlauben Rückschlüsse auf die Geschwindigkeit, womit sie abgelagert wurden. Schrägschichtung entsteht unter schnell fließendem Wasser, egal, wie groß die Flächen sind. Je mehr Wasser an diesem Prozess beteiligt ist, umso mächtiger werden die dabei entstehenden Schichten. Eine solche Schrägschichtung beobachtet man im Bereich von wenigen Zentimetern bis hin zu 20 m Mächtigkeit. Ein Großteil der weltweiten Sedimentschichten ist schräg geschichtet. 

 

Gradierte Schichten

Gradierte Schichten enthalten im untersten Bereich grobes Material, das dann nach oben immer feiner wird. Gradierte Schichten müssen innerhalb von Stunden, Tagen und Wochen entstanden sein. Sie entstehen während des Abklingens einer Überschwemmung, in deren Verlauf die Wassergeschwindigkeit allmählich abnimmt. Grobes Material wird bei hoher Wassergeschwindigkeit transportiert und abgelagert, feines Material bei geringer Geschwindigkeit. Ein weiterer Großteil der weltweiten Sedimente sind gradierte Schichten. 

 

Fehlende Ablagerungsunterbrechungen

Die Schmiedefeld-Formation (Ordovizium von Thüringen) wird beispielsweise konventionell mit 20 Millionen Jahren Entstehungsdauer angegeben (2). Allerdings sind bei dieser Formation keine längeren Ablagerungsunterbrechungen, sondern Anzeichen durchgehender, sogar relativ schneller Sedimentation erkennbar. Das führt im Langzeitverständnis zum kaum lösbaren Widerspruch zwischen einer schnellen Sedimentation (hohe Sedimentationsrate), einer geringen Gesamtmächtigkeit und einer langen Bildungszeit. Der Gesamtbefund spricht für eine Entstehungsdauer von nur Jahrhunderten statt Jahrmillionen (3). 

 

Referenzen

(1) Alexander Lalomov et al., Soviet scientists and academics debate Creation-evolution issue, Technical Journal 17/1, 2003, S. 67-69.

(2) M. Menning & Deutsche Stratigraphische Kommission, Stratigraphische Tabelle von Deutschland 2002, Potsdam, 2002.

(3) J. Ellenberg, Die Bildung oolithischer Eisenerze im thüringischen Ordovizium, Geowiss. Mitt. v. Thüringen, Beiheft 9, 2000, S. 57-82.

 

 

Unversehrte Schichtgrenzen

Die Schichtgrenzen (der Übergang von einer Sedimentschicht zur nächsten) von geologischen Formationen, denen oftmals ein Altersunterschied von Tausenden und mehr Jahren zugeschrieben wird, weisen in der Regel keine oder nur geringfügige Oberflächenerosion, Bioturbation oder Bodenbildung auf. Dass die Oberfläche einer Erdschicht über Jahrtausende von Witterungseinflüssen verschont geblieben sein könnte, bevor sie von einer nächsten Schicht überdeckt wurde, ist nicht vorstellbar. Daher muss der größte Teil der weitweiten Sedimentschichten in Tagen, Jahren und Jahrzehnten entstanden sein.

Die allermeisten Sedimentschichten sind entweder schräg geschichtet, gradiert und/oder fossilführend. In die Entstehung der Sedimentschichten selbst können niemals Millionen Jahre hineininterpretiert werden. Nun gilt es zu klären wie lange Zeiträume zwischen der Entstehung der einen und der darauffolgenden Schicht vergangen sein könnten.

 

Folgende Merkmale, die alle auf eine schnelle Abfolge der Aufschichtung schließen lassen, sind für die meisten geologischen Schichtgrenzen kennzeichnend:

  • a) Ungenügend erodierte Oberflächen (1): Wenn eine Oberfläche über längere Zeiträume der Witterung ausgesetzt ist, wird sie erodiert. Wasser und Wind bilden durch Abtragungen unebene und eingeschnittene Oberflächen. Je länger die Einwirkung des Wetters ist, umso deutlich werden die Unebenheiten und Einschnitte. Bereits nach wenigen Jahrzehnten findet man in der Regel markante Veränderungen der Oberflächen. Wie sollen die Schichtgrenzen in geologischen Formationen, die angeblich einen Altersunterschied von mehreren 10.000 Jahren aufweisen, größtenteils völlig unversehrt geblieben sein?

  • b) Wenig oder keine Bioturbation (2): Auf einem Meeresboden oder Seegrund siedeln sich nach einiger Zeit Pflanzen und Tiere an, die dort ihre Spuren hinterlassen: Wurzelbildung der Pflanzen, Grabspuren von Bohrmuscheln und anderen grabenden Tieren, Wurmlöcher etc. Wenn eine solche Oberfläche durch Sedimente bedeckt wird, bleiben die Spuren erhalten. Fehlen solche Spuren, oder sind sie nur spärlich vorhanden, so muss man davon ausgehen, dass diese Schichten in rascher Folge abgelagert wurden.

  • c) Bodenbildung: Komplizierte chemische Prozesse führen im Laufe von wenigen Hundert Jahren zu Bodenbildung. Die Spuren einer solchen Bodenbildung sind an der unmittelbaren Erdoberfläche gut feststellbar, während sich in tieferen geologischen Schichten kaum charakteristische Merkmale von gebildeten Böden zeigen. Da sich in jedem fruchtbaren Boden Eisenoxid befindet, müsste zumindest eine schwarze oder braune Färbung feststellbar sein. Die meisten tiefer liegenden Schichten müssen so schnell abgelagert worden sein, dass zu wenig Zeit zur Humusbildung zur Verfügung stand.

 

Referenzen

(1) Joachim Scheven, Karbonstudien, Hänssler-Verlag, 1986, S. 71.

(2) Eugen Seibold und Wolfgang H. Berger, The sea floor, Springer Berlin, 1996.

 

 

Polystrate Fossilien

Immer wieder findet man fossile Baumstämme, Pflanzen und Tiere, die sich über mehrere geologische Schichten erstrecken (polystrate Fossilien). Das Problem dabei ist, dass diesen Schichten oft ein radiometrischer Altersunterschied von mehreren Tausend oder gar 10.000 Jahren zugeschrieben wird. So wurde auf dem Hauenstein (in der Schweiz) ein fossiler Fischsaurier gefunden, der sich über drei Schichten erstreckt. Weil ein Fisch bereits nach wenigen Tagen zu verwesen beginnt, müssen Schichten, wie diejenigen vom Hauenstein sehr schnell abgelagert worden sein. Ein Baumstamm muss innerhalb von wenigen Jahren oder Jahrzehnten eingeschlossen werden, damit er versteinern kann, bevor er zerfällt. 

Weil polystrate Fossilien wie dieser Fisch durchaus keine Seltenheit bilden, müssen die allgemein anerkannten Zeittafeln kritisch betrachtet werden.

Speziell in kohleführenden Schichten findet man häufig verkohlte oder versteinerte polystrate Baumstämme (1), die verdeutlichen, dass die geologischen Schichten, in denen sie gefunden werden, womöglich schneller als durch die konventionelle Geologie veranschlagt entstanden sind (2).

 

Referenzen

(1) Michael J. Oard und Hank Giesecke, Polystrate Fossils Require Rapid Deposition, CRSQ 43/4, März 2007, S. 232-240.

(2) Joachim Scheven, Karbonstudien, Hänssler-Verlag, 1986, S. 31-41.

 

 

Millionen Jahre alte Artefakte

Regelmäßig werden auch in Erdschichten, die konventionell geschätzt weit über 100 Millionen Jahre alt sein sollen, Gegenstände gefunden, die mit großer Wahrscheinlichkeit von Menschen hergestellt wurden (sogenannte Artefakte) (1). Im Zusammenhang mit diesen Funden wurden viele Spekulationen angestellt. Ist die Menschheit viel älter, als man bis jetzt dachte? Stammen einige Objekte von Außerirdischen? Haben wir es mit Zeitreisenden zu tun? Nur etwas wird kaum je infrage gestellt: die Zuverlässigkeit der gängigen geologischen Zeittafeln.

 

Einige Beispiele (2):

  • Eine schön verzierte, metallene Vase in Dorchester (Massachusetts, USA), in einer Formation eingebettet, der ein Alter von mehr als 600 Millionen Jahren zugeschrieben wird.

  • Eine kleine goldene Kette, in Kohle eingeschlossen, die man auf 260 bis 320 Millionen Jahre datiert. Sie wurde in einem Bergwerk im Norden von Illinois (USA) gefunden.

  • Eine Metallkugel mit Rillen um den größten Durchmesser, gefunden in einer Schicht von Pyrophyllit in Südafrika. Man datiert diese Schicht auf 2,8 Milliarden Jahre.

  • Eine größere Zahl von verschiedenen Steinwerkzeugen, gefunden in Boncelles (Belgien) in einer Schicht, deren Alter mit 25 bis 38 Millionen Jahren angegeben wird.

  • Ein Goldfaden, eingebettet im Stein eines Steinbruches von Rutherford (England), dessen Alter mit 320 bis 360 Millionen Jahren angegeben wird.

Diese Funde lassen berechtigte Zweifel über die Richtigkeit der veranschlagten Zeitangaben hinsichtlich des Bestehens der Menschen aufkommen.

Warum generell eine gute Portion Skepsis angebracht ist, wird in späteren Kapiteln beim Namen genannt.

 

Referenzen

(1) Washington Post, 2. Okt. 2005.

(2) M.A. Cremo und R.L. Thompson, The Hidden History of the Human Race, Govarhan Hill Publishing, Badger, USA, 1994.

 

 

 

Chemische Evolution

Die chemische Evolution beschäftigt sich zum einen mit der Entstehung der Grundbausteine für lebensnotwendige Moleküle (Aminosäuren) und zum anderen mit der Entstehung von biologisch aktiven Molekülen aus diesen Bausteinen (Proteine). Wie sich diese Proteine zu lebensfähigen Zellen zusammengefügt haben könnten, bleibt dabei völlig offen.

Im Labor lassen sich verschiedene präbiotische Bedingungen simulieren und entsprechende Reaktionen untersuchen. Die Resultate können von jedem Chemiker reproduziert werden. Dabei stößt man hinsichtlich der Ursuppentheorie auf äußerst ernüchternde Ergebnisse. Unter anderem wird beobachtet, dass sich in einer wasserhaltigen Ursuppe und/oder einer sauerstoffhaltigen Atmosphäre niemals längere Kettenmoleküle bilden können. Das Wasser zersetzt die Moleküle sogleich, und sobald sie mit Sauerstoff in Berührung kommen, oxidieren sie.

 

 

Vivum ex vivo - Leben kommt nur von Leben

Diese von Louis Pasteur formulierte Aussage steht auch heute noch in voller Übereinstimmung mit allen experimentell ermittelten Daten der leblosen (präbiotischen) Natur. Noch zu Darwins Zeiten glaubte man, dass kleine Lebewesen in Abfällen oder faulenden Lumpen spontan entstehen können. Diese Entstehung nannte man "Urzeugung" (Abiogenese). Erst Louis Pasteur konnte beweisen, dass Bakterien nicht von selbst entstehen.

Am 1. April 1864 hat Louis Pasteur vor einer großen Versammlung von Wissenschaftlern an der Sorbonne in Paris mit Experimenten bewiesen, dass es keine Urzeugung gibt. Pasteur, der Darwins Lehre von der Abstammung der Arten ablehnte, folgerte daraus, dass Leben nur von Leben entstehen kann. Trotzdem glauben auch heute noch viele Wissenschaftler daran, dass eine Urzeugung vor einigen Milliarden Jahren auf der Urerde mit sogenannten "einfachen" Lebewesen möglich gewesen sein soll (1).

Dabei muss man sich vergegenwärtigen, dass bereits der einfachste Einzeller von seiner Komplexität her mit einem Personalcomputer verglichen werden kann. Damit eine Zelle leben kann, sind Hunderte von Mechanismen und Hunderttausende korrekt vorgenommener Verknüpfungen notwendig. Wenn auch nur ein einziger Mechanismus ausfällt (also von Anfang an nicht voll funktionstüchtig vorhanden ist), stirbt die Zelle, oder sie wird gar nie lebensfähig.

Der Nobelpreisträger Francis Crick sah die offensichtliche Unmöglichkeit einer zufälligen Entstehung des Lebens. Als Atheist und Evolutionist wollte er jedoch keinen Schöpfer als Urheber des Lebens annehmen und vertrat darum die Theorie, dass das irdische Leben von Außerirdischen stammt. Allerdings wird das Problem dadurch nicht gelöst, sondern nur in den Weltraum verlagert.

Der renommierte Evolutionist und Senior Writer des Scientific American, John Horgan, schreibt dazu Folgendes: "Wenn ich ein Gegner der Evolutionstheorie wäre, würde ich mich [...] auf die Entstehung des Lebens konzentrieren. Das ist bei Weitem die schwächste Stelle im Gebäude der modernen Biologie. [...] Es wimmelt nur so von exotischen Wissenschaftlern und exotischen Theorien, die nie ganz fallen gelassen oder akzeptiert werden, sondern lediglich modern oder unmodern werden" (2).

Bei einem Vortrag im CERN bei Genf (17.11.1964) bringt es der Biochemiker Ernest Kahane auf den Punkt: "Es ist absurd und absolut unsinnig zu glauben, dass eine lebendige Zelle von selbst entsteht; aber dennoch glaube ich es, denn ich kann es mir nicht anders vorstellen."

 

Referenzen

(1) Bruno Vollmert, Das Molekül und das Leben, Rowohlt, 1985, Der Urey-Miller-Versuch: Ursuppen, S. 39-45.

(2) John Horgan, The End of Science: Facing the Limits of Knowledge in the Twilight of the Scientific Age, Little, Brown & Co. London, 1997, S. 138. 

 

 

DNA (Desoxyribonucleinsäure)

1953 gelang es Francis Crick und James Watson, auf der Basis der Röntgenbeugungsdaten von Rosalind Franklin und Maurice Wilkins ein Modell der dreidimensionalen Struktur der Erbsubstanz herzuleiten. Seit dieser Entdeckung ist klar, dass ohne DNA kein Leben möglich ist. Auf der anderen Seite bedeutet das aber auch Folgendes: Wenn die Proteine nicht vorher entstanden sein sollten - worüber heute größtenteils Einigkeit herrscht - , muss die DNA zufällig unter Ursuppenbedingungen ohne hilfreiche Matrix entstanden sein. Laborexperimente zeigen ernüchternde Ergebnisse: Ein solches Szenario ist unmöglich.

Chemisch betrachtet ist die DNA nichts anderes als ein sehr langes Kettenmolekül (Polymer), das aus drei verschiedenen Typen von Bausteinen besteht: Zuckerbausteine, Stickstoffbasen (Nucleobasen) und Phosphor. Nun gibt es bereits bei der Entstehung dieser Bausteine diverse Probleme. Die DNA enthält einen ganz bestimmten Zucker, den man D-Ribose nennt. Die Hauptprobleme in der chemischen Evolution dieser Verbindung bestehen in ihrer kurzen Halbwertszeit von nur 44 Jahren (was für geologische Maßstäbe viel zu kurz ist) und ihrer einzigartigen dreidimensionalen Struktur.

In Ursuppenexperimenten konnten zwei der vier notwendigen Stickstoffbasen mit sehr geringer Ausbeute (0,5 % für Adenin bzw. 0,1 % für Guanin) hergestellt werden. Cytosin und Uracil waren nicht zugänglich. Zudem wäre auch deren Lebensdauer viel zu kurz. Dass alle zum Bau einer DNA notwendigen Substanzen in gereinigter Form gleichzeitig aufeinandertreffen, wäre selbst in einer viele Milliarden Jahre dauernden Erdgeschichte nicht vorstellbar.

Ein weiterer Bestandteil des DNA-Gerüstes besteht aus Phosphorsäure. Phosphor ist zwar auf der Erde vorhanden, allerdings nur in Form von schwer löslichen Mineralien (Apatit und Phosphorit). In dieser Form könnte Phosphor unmöglich an der Reaktion zur Bildung eines DNA-Kettenmoleküls teilnehmen. 

 

Fazit

Weder der Zuckerbaustein noch die vier Stickstoffbasen oder die Phosphorsäure konnten unter natürlichen Bedingungen in einer für die DNA-Herstellung sinnvollen Form von selbst entstehen (1). Die weitergehende Frage nach der Möglichkeit zur Synthese eines DNA-Kettenmoleküls aus diesen Bausteinen ist darum völlig überflüssig. Zudem zeigen Erkenntnisse aus der Polymerchemie, dass eine DNA ohne hilfreiche Matrix (wie sie eben eine Zelle bietet) unmöglich spontan entstehen kann, selbst wenn alle Bausteine vorhanden wären.

 

Referenz

(1) Junker und Scherer, Evolution, ein kritisches Lehrbuch, Weyel, 2006, S. 104-114.

 

 

Polymerchemie

Dem Chemiker von heute ist es unter großem Aufwand möglich, Aminosäuren herzustellen. Allerdings ist die Bildung langer Ketten, wie sie für den Bau von Lebewesen benötigt werden, nur unter äußerst reinen Bedingungen möglich. Selbst kleinste Verunreinigungen können zum Abbruch einer Kette führen. Zudem zersetzen sich Aminosäureketten, sobald sie mit Wasser in Berührung kommen. Da sich in einer hypothetischen Ursuppe mit Sicherheit auch Wasser befunden hätte, ist es unmöglich, dass sich darin Aminosäureketten oder gar komplette Eiweiße (Proteine) gebildet haben könnten.

Ein großes Problem für die Entstehung des Lebens ist die Tatsache, dass Eiweiße aufgrund chemischer Gesetze zerfallen, sobald sie mit Wasser in Verbindung kommen (1) (2). Erschwerend kommt hinzu, dass auch bei der Entstehung von Proteinen zwangsläufig Wasser mitentsteht, das die Polykondensation stört bzw. die entstandenen Polymere sofort wieder zerstört. In den lebenden Zellen wird das bei der Proteinproduktion freigesetzte Wasser in einem fein abgestimmten Prozess durch spezielle Enzyme abgeführt!

Das einzige Umfeld, das bekannt ist, in dem sich DNA-Stränge bilden, sind die verschiedenen lebenden Zellen. Die Voraussetzung zur Herstellung von Proteinen sind lebende Zellen, die ihrerseits wiederum aus Proteinen bestehen. 

Ohne Proteine keine Zellen und ohne Zellen keine Proteine. Vivum ex vivo - Leben kommt nur von Leben -, dieser Grundsatz wird auch in dieser Hinsicht bestätigt. 

 

Referenzen

(1) J. Sarfati, Origin of life. the polymerization problem, Journal of Creation 12(3), 1998, S. 281-284.

(2) G.B. Johnson und P.H. Raven, Biology, Principles & Explorations, Holt, Reinhart and Winston, Florida, 1998, S. 235.

 

 

Faltung von Proteinen

Damit ein Protein seine Funktionen in der Zelle richtig ausüben kann, muss es eine ganz spezifische dreidimensionale Form einnehmen. Obschon es in den Zellen nur Sekundenbruchteile dauert, um eine einzelne Proteinfaltung durchzuführen, würde es Milliarden Jahre dauern, wenn man alle Möglichkeiten einer einzelnen Faltung durchspielen wollte! Dabei muss man wissen, dass sich ein falsch gefaltetes Protein in der Regel nachteilig (im schlimmsten Fall sogar tödlich) für das Lebewesen auswirkt. Für den Aufbau einer einzelnen Zelle müssen Tausende Proteine richtig gefaltet werden. Da bleibt, wenn man so sagen will, "herzlich wenig" Spielraum für zufällige Prozesse.

Die korrekte Faltung von Proteinen funktioniert informationsgesteuert und kann nicht zufällig zustande kommen! 

 

Das Problem der Proteinfaltung

Proteine steuern fast alle Zellfunktionen im menschlichen Körper. Die Faltung bestimmt die Funktion des Proteins. Jede Veränderung der Proteinfaltung hat eine Veränderung der Funktion zur Folge. Auch die geringste Änderung im Faltungsprozess eines sonst nützlichen Proteins kann eine Krankheit auslösen.

Da die Anzahl möglicher Faltungen eines Proteins mit der Länge der Aminosäurekette expotentiell zunimmt, würde die benötigte Zeit zum Durchlaufen aller möglichen Faltungen (Konformationen) selbst eines kleinen Proteins mehrere Milliarden Jahre betragen. In der Praxis wird jedoch innerhalb von Sekundenbruchteilen eine genau definierte räumliche Struktur eingenommen.

Dieses als Levinthal-Paradox bekannte Phänomen veranschaulicht, dass Proteine bei der Faltung offensichtlich nicht alle Möglichkeiten durchlaufen, sondern mithilfe von sogenannten Faltungshelfern (Chaperone) Abkürzungen auf dem Weg zur finalen Struktur finden. Die Frage, die sich dabei stellt, ist, woher diese sogenannten Chaperone wissen, wie ein Protein letztlich auszusehen hat. Das Endprodukt der Faltung muss im Voraus bekannt sein.

 

Virtuelle Proteinfaltung mit Blue Gene

Im Jahr 2005 hat IBM den damals leistungsfähigsten Supercomputer der Welt (Blue Gene) gebaut, um das Problem der Proteinfaltung zu lösen (1). Auf einer Internetseite von IBM wird der Grund dafür angegeben: "Die Gemeinde der Wissenschaftler betrachtet das Problem der Proteinfaltung als eine der größten Herausforderungen - als ein fundamentales Problem der Wissenschaft [...] dessen Lösung nur durch den Einsatz von sehr leistungsfähiger Computertechnik erreicht werden kann."

Trotz der hier angewendeten gewaltigen Rechenleistung wurde geschätzt, dass Blue Gene etwa ein Jahr braucht, um die Berechnungen und das Modell der Faltung eines einfachen Proteins zu liefern. Ein Forscher von IBM bemerkte dazu: "Die Kompliziertheit des Problems und die Einfachheit, mit der es im Körper täglich gelöst wird, ist absolut erstaunlich" (2).

 

Referenzen

(1) IBM, Blue Gene Research Project, 2003.

(2) S. Lohr, IBM plans supercomputer that works at the speed of life, New York Times, 6. Dezember 1999, S. C-1.

 

 

Adressierung von Proteinen

Ein Protein enthält durchschnittlich etwa 1000 Buchstaben (Aminosäuren). Nachdem ein Protein in der Zelle hergestellt wurde, muss es an den Ort transportiert werden, an dem es zum Einsatz kommen soll. Zu diesem Zweck enthält jedes einzelne Protein eine komplexe Adressierung. Eine zufällige Entstehung dieser Adressierung ist nicht vorstellbar. Hinzu kommt, dass falsch adressierte Proteine in vielen Fällen nicht bloß unnütz, sondern auch schädlich sein können.

Proteine werden nicht an dem Ort hergestellt, an dem sie letztlich gebraucht werden. Es gibt sehr viele falsche Orte, an die ein neu gebildetes Protein gelangen kann, aber nur wenige Orte (oft nur einen einzigen), wo es seinen Zweck erfüllt. Doch wie finden die Proteine den richtigen  Bestimmungsort?

Neu gebildete Ketten von Aminosäuren enthalten ein Teilstück, in dem die "Adresse" beschrieben ist, an dem sie zum Einsatz kommen sollen. Dieses Teilstück wird normalerweise an das Ende der längeren Kette angehängt, die das Protein darstellt. Jedes richtig gefaltete Protein wird an einer bestimmten Stelle hineinpassen und muss dementsprechend richtig adressiert sein. Ein Protein, das an einer falschen Stelle ansetzt, ist allerdings gefährlicher als ein falsch zugestellter Brief, weil es dadurch Krankheiten verursachen kann (1).

Damit eine Zelle funktionieren kann, müssen nicht nur die korrekten Proteine hergestellt werden, sondern es muss auch das komplexe Problem der exakten Adressierung gelöst sein (2). In jeder Minute unseres menschlichen Daseins müssen Millionen (!) von richtig adressierten Proteinen in unserem Körper produziert, transportiert und korrekt eingebaut werden. Die Vorstellung, dass sich solche Abläufe in einem zufallsgesteuerten, schrittweisen Prozess eingespielt haben könnten, ist wirklichkeitsfremd.

 

Referenzen

(1) John Travis, Zip Code plan for proteins wins Nobel, Science News 156, 16. Oktober 1999, S. 246.

(2) Günter Blobel, Britannica Biography Collection.

 

 

Produktion von Proteinen

Dass alle Proteine, die in der lebenden Zelle produziert werden, richtig gefaltet und korrekt adressiert werden, genügt allein nicht. Die Zelle muss außerdem von jedem Protein die richtige Menge produzieren. Wenn eine Zelle die Produktion eines bestimmten Proteins nicht zur richtigen Zeit stoppen könnte, würde sich das in etwa so auswirken, wie wenn man anstelle des Brennholzes im Kamin allmählich das ganze Haus verfeuert. Der Mechanismus, der die Produktion von Proteinen startet und stoppt, muss bei jeder Zelle von Anfang an voll funktionstüchtig vorhanden sein.

Dass die Herstellung jedes einzelnen Proteins im richtigen Moment gestartet und wieder gestoppt wird, ist nicht selbstverständlich (1). Erst wenn sich in der Zelle die richtige Menge jedes Proteins befindet, wenn alle Proteine richtig gefaltet und an der richtigen Stelle eingebaut sind, beginnt das Leben. 

Doch mit dem Leben beginnt auch die Abnutzung der Proteine. Die Zelle muss nun in der Lage sein, die abgenutzten Proteine durch neu produzierte Proteine zu ersetzen. Dieser Mechanismus muss ebenfalls von Anfang an voll funktionstüchtig vorhanden sein.

 

DNA-Reguliersequenz und Regulatorproteine

Die wichtigste Einrichtung zum Start und zur Beendigung einer Proteinherstellung besteht in den Regulationssequenzen auf der DNA. Diese Abschnitte der DNA haben die Aufgabe, der Zelle zu sagen, wann sie die Produktion der verschiedenen Proteine starten und stoppen soll. Allerdings kann die DNA selbst die Proteinherstellung weder starten noch stoppen. Dazu ist eine Zusammenarbeit mit speziellen Regulatorproteinen nötig, die sich genau so falten, dass sie zu einem speziellen Abschnitt der DNA passen (2).

 

Fazit

Die DNA-Reguliersequenz und das Regulierprotein brauchen sich gegenseitig. Wenn die Produktion des betreffenden Proteins korrekt ein- oder ausgeschaltet werden soll, müssen beide perfekt koordiniert sein. Gemeinsam bilden sie einen Schalter - ein irreduzibel komplexes System, ohne das kein Leben möglich ist.

 

Referenzen

(1) S. Aldridge, The Thread of Life. The story of genes and genetic engineering, Cambridge University Press, Cambridge, UK, 1996, S. 47-53.

(2) B. Alberts, D. Bray und A. Johnson et al., Essential Cell Biology. An Introduction to the Molecular Biology of the Cell, Garland Publishing Inc., New York (USA), 1998, S. 259-262.

 

 

Zellinterne Kontrollmechanismen

Zellinterne Kontrollmechanismen sorgen dafür, dass fehlerhafte Proteine wieder in ihre Bestandteile zerlegt und anderweitig verwertet werden. Diese Einrichtungen würden der postulierten evolutionären Entwicklung entgegenwirken, weil sie auch Proteine, die dem Organismus einen Vorteil bringen könnten, eliminieren, wenn sie nicht in das bestehende Konzept hineinpassen. Auch der DNA-Strang wird während des Kopiervorgangs bei der Zellteilung fortlaufend kontrolliert und korrigiert. Das Leben scheint grundsätzlich auf die Bewahrung der bestehenden Proteine eingerichtet zu sein.  

 

Konsequenzen für die Evolutionstheorie

Nach der heute verbreiteten Lehrmeinung der Evolutionstheorie gilt, dass Mutation der einzige Mechanismus ist, der neue genetische Information hervorbringen kann. Somit bilden die bekannten zellinternen Kontrollmechanismen (aus evolutionärer Sicht) ein großes Hindernis für die angenommene Entwicklung des Lebens. 

Wenn man hingegen davon ausgeht, dass die verschiedenen Lebewesen unserer Erde "jedes nach seiner Art (Grundtyp)" erschaffen wurde (1), dann ergeben diese Kontrollmechanismen zur Erhaltung der individuell abgestimmten Grundstrukturen einen klaren Sinn. 

 

Referenz

(1) Die Bibel, 1. Mose 1,11-14; 20-25.

 

 

 

Radiometrie und Geophysik

Um das Alter von gewissen Gesteinsschichten oder organischen Proben zu bestimmen, bedient man sich sehr oft der radiometrischen Messmethoden. Dabei wird der Umstand genutzt, dass viele Materialien, die untersucht werden sollen, instabile (radioaktive) Isotope enthalten oder enthalten haben könnten.

Die meisten Isotope sind von Natur aus unstabil, das heißt, sie zerfallen früher oder später zu anderen Isotopen. Indem man das Verhältnis von Tochter- zu Mutterisotopen misst, kann man aufgrund der Halbwertszeit des Mutterisotops (die Zeit, die benötigt wird, bis die radioaktive Strahlung eines Materials soweit abgebaut wird, bis schließlich nur noch die "Hälfte" der Ursprungsstrahlendosis abgegeben wird) Rückschlüsse auf das radiometrische Alter der jeweiligen Probe ziehen. Zudem hinterlässt die Strahlung, die bei solchen Zerfallsprozessen frei wird, teilweise sichtbare Strahlungsschäden (Strahlungshöfe und/oder Spaltspuren), die ebenfalls interpretiert werden können.

 

Damit radiometrische Messungen Sinn ergeben, müssen drei Annahmen getroffen werden:

  • a) Die Halbwertszeit muss während der gesamten Zerfallszeit konstant geblieben sein.

  • b) Es durften keine Mutter- oder Tochterisotope entweichen oder hinzukommen.

  • c) Die Anfangsbedingungen müssen bekannt sein.

Anhand der Anfangsbedingungen, die unter c) vorausgesetzt werden, kann für die meisten geologischen Schichten ein radiometrisches Alter von vielen Millionen Jahren errechnet werden. Allerdings erhält man systematische Abweichungen, wenn dasselbe Material mit unterschiedlichen Messmethoden analysiert wird. Einige Befunde deuten darauf hin, dass auf unserer Erde zumindest zeitweise ein beschleunigter radioaktiver Zerfall stattgefunden haben könnte, dass also a) nicht zutrifft.

Weil der größte Teil der nicht radiometrischen Altersbestimmungsmethoden aus Geologie, Paläontologie und Geophysik um mehrere Zehnerpotenzen geringere Altersangaben liefert (!), müssen die Ergebnisse der konventionell interpretierten Radiometrie kritisch betrachtet werden.

Welch starke Fehleinschätzungen auf diesem Gebiet der Wissenschaft möglich sind, zeigt die nachweislich 200 Jahre alte Lava auf Hawaii, die radiometrisch auf mehrere Millionen Jahre datiert wird (1) (2).

 

Referenzen

(1) G.B. Dalrymple, The Age of the Earth, Stanford University Press, 1991, S. 91.

(2) Andrew A. Snelling, "Excess Argon": The "Achilles' Heel" of Potassium-Argon and Argon-Argon "Dating" of Volcanic Rocks, Institute for Creation Research, 1999, http://www.icr.org/article/excess-argon-achillies-heel-potassium-argon-dating.

 

 

Abweichungen in der Radiometrie

Je nachdem, ob ein Gestein verschiedene instabile (radio-aktive) Isotope enthält, können unterschiedliche radiometrische Methoden zur Altersbestimmung angewendet werden. In der Regel wird (aus Kostengründen) nur eine einzige Methode angewendet. Wird jedoch dasselbe Gestein mit verschiedenen Methoden gemessen, so kann man sehr oft markante und systematische Abweichungen feststellen.

Wenn die Resultate der angewandten Methoden glaubwürdig sein sollen, dann müssten sie zumindest innerhalb der üblich veranschlagten Toleranzgrenzen übereinstimmen. In der Regel tun sie das jedoch bei Weitem nicht. Da die Abweichungen der Messresultate grundlegend und wiederholbar sind, muss bei den Messmethoden und/oder der Auswertung ein systematischer Fehler vorliegen (1). 

 

Referenz

(1) Don DeYoung, Thousands ... not Billions, Challenging an Icon of Evolution, Master Books, 2005, S. 126

 

 

Accelerator Mass Spectrometer (AMS)

Mit einem modernen Accelerator Mass Spectrometer (AMS) sollte es möglich sein, bis zu 90.000 Jahre alten Kohlenstoff (Grafit, Marmor, Anthrazit und Diamanten) zu analysieren. Allerdings hat man bis heute kein einziges Material gefunden, das ein radiometrisches Alter von über 71.000 Jahren aufgewiesen hat. Diese für die konventionelle Lehrmeinung viel zu geringen Altersangaben werden mit Verunreinigungen (Kontaminationen) erklärt. Allerdings konnten solche trotz großem Aufwand nicht nachgewiesen werden. Außerdem ist es denkbar, dass in der Uratmosphäre der Erde weniger radioaktiver Kohlenstoff (C-14) enthalten war. Sollte das der Fall sein, wären die untersuchten Materialien noch jünger einzustufen.

Das Kohleisotop C-14 hat eine Halbwertszeit von 5730 Jahren. Dabei zerfällt es zu Stickstoff. Indem man in einem kohlenstoffhaltigen Material das Verhältnis von C-14 zu C-12 misst, können Rückschlüsse auf das Alter einer Probe gemacht werden. Proben, die älter als 90.000 Jahre sind, dürften keine messbare Menge von C-14 mehr enthalten. Trotzdem hat man bei verschiedenen Proben von Kohle, die angeblich zwischen 34 bis 311 Millionen Jahre alt sein sollen, immer noch 0,1 bis 0,46 % C-14 gemessen (1). Das entspricht einem radiometrischen Alter von höchstens 57.000 Jahren.

Wenn das Erdmagnetfeld in der Frühzeit der Erde stärker war als heute (wovon man ausgehen kann) (2), dann sind diese 57.000 Jahre sogar noch zu hoch veranschlagt. Ein stärkeres Erdmagnetfeld führt dazu, dass die Höhenstrahlung wirksamer reduziert wird und daher weniger C-14 entsteht. Somit ist davon auszugehen, dass von Anfang an weniger C-14 in den Proben enthalten war, als konventionell veranschlagt wird.

 

Messungen an Diamanten

Besonders interessant für solche Untersuchungen sind Diamanten. Der Astrophysiker Larry Vardiman hat mit seinem Team 12 verschiedene Diamanten gemessen, die aus 5 verschiedenen Fundorten stammen. Der durchschnittliche Gehalt an C-14 war 0,09 %, das entspricht einem Alter von höchstens 58.000 Jahren (3). Gemäß konventioneller Geologie müssten die Diamanten jedoch bis zu 3 Milliarden Jahre alt sein. Wenn sie jedoch auch nur annähernd so alt wären, dürften sie keine Spur von C-14 mehr enthalten. Der Einwand, dass diese Proben im Laufe der Zeit verunreinigt wurden, greift bei Diamanten kaum. Nach heutiger Erkenntnis können Diamanten nicht kontaminiert werden (4).

 

Referenzen

(1) Larry Vardiman, Andrew A. Snelling, Eugene F. Chaffin, Radioisotopes and the age of the Earth, Bd. 2, Institute for Creation Research, El Cajon, CA, 2005, S. 605-606.

(2) D. Russel Humphreys, The Earth's magnetic Field is young, impact, Nr. 242, August 1993.

(3) Don DeYoung, Thousands ... not Billions, Challenging an Icon of Evolution, Master Books, 2005, S. 46-62.

(4) Ref. (1), S. 609.

 

 

Magnetfeld der Erde

Die meisten Planeten haben ein eigenes Magnetfeld, ebenso die Sonne. Je nach Entstehungshypothese erwartet man, dass diese Magnetfelder eine kürzere oder längere Lebensdauer haben. Bei Messungen des Erdmagnetfeldes hat man während der letzten ca. 170 Jahre eine ständige Abnahme festgestellt. Aufgrund dieser Messungen kann das Alter des Erdmagnetfeldes auf weniger als 10.000 Jahre geschätzt werden.

Die gemessenen Daten deuten darauf hin, dass die Erde mit einem relativ starken Magnetfeld geschaffen wurde, das seither stetig abnimmt (1).

Seit 1835 wird das Erdmagnetfeld gemessen. Die Messungen zeigen, dass sich die Feldstärke zwischen 1835 und 1965 um 8 % verringert hat. Aus den verschiedenen Messungen lässt sich ableiten, dass sich die Magnetfeldstärke womöglich alle 1465 Jahre halbiert. Messungen am geophysikalischen Observatorium in München ergaben, dass das Erdmagnetfeld seit etwa 3000 Jahren abnimmt. Wenn es kontinuierlich so weitergeht, wird es in 4000 Jahren nicht mehr existieren (2).

 

Referenzen

(1) D. Russel Humphreys, The Earth's Magnetic Field is still losing energy, CRSQ 39/1, März 2002, S. 3-13.

(2) Geophysikalisches Observatorium in München, 3sat nano, 29. August 2002.

 

 

Salzberge und Salzgehalt der Meere

Trotz ausgedehnter Regenzeiten (Pluviale) im Quartär (das vor angeblich 2,6 Millionen Jahren begonnen hat) wurde beispielsweise der Salzdiapir Kuh-e-Namak im Zentraliran um mehr als 300 m aus der Erde herausgehoben. Wenn dieser Salzberg nur annähernd so alt wäre, wie offiziell geschätzt wird, müsste er längst weggelöst sein.

Der Salzgehalt der Meere nimmt langsam zu. Der aktuelle Salzgehalt der Ozeane sowie alle Ein- und Ausfuhren von Salz können heute gemessen werden (1). Dabei zeigt sich, dass die Einfuhr von Salz (zumindest heute) wesentlich größer ist als die Ausfuhr. Wenn die aktuellen Prozesse seit 3,5 Milliarden Jahren andauern würden, so hätten die Weltmeere den 56-fachen (!) Salzgehalt von heute (2).

Vieles deutet darauf hin, dass das Klima der Erde im Tertiär (vor angeblich 2,6 bis 65 Millionen Jahren) weltweit erheblich wärmer und bedeutend regenreicher war, als wir es von den heutigen Tropen kennen. Selbst wenn ein Salzstock wie der Kuh-e-Namak unter zeitweise wüstenhaftem Trockenklima als Salzberg aufgestiegen ist, hätte er kaum ein 2,6 Millionen Jahre dauerndes Quartär überstehen können, ohne dabei vollständig aufgelöst zu werden (3), zumal im Quartär erhebliche Regenperioden stattgefunden haben.

Daraus kann abgeleitet werden, dass die quartären Regenperioden wesentlich kürzer waren, als konventionell angenommen wird. Die Datierung der geologischen Formationen rund um den Kuh-e-Namak muss womöglich um einen mehrstelligen Faktor reduziert werden (4).

 

Referenzen

(1) Bryan Gregor et al., Chemical Cycles in the Evolution of the Earth, 1988.

(2) Steven Austin und D. Russel Humphreys, The sea's missing salt, Proceedings of the Second International Conference on Creationism, 1990, S. 17-33.

(3) Detlef Busche, Reza Sarvati und Ulf Siefker, Kuh-e-Namak: Reliefgeschichte eines Salzdoms im abflusslosen zentraliranischen Hochland, Petermanns Geographische Mitt. 146/2, 2002, S. 68-77.

(4) Manfred Stephan, Langzeitproblem: Entstehung eines Salzbergs im Iran, Studium Integrale, April 2007, S. 12-20.

 

 

Erdöl, Kohle und versteinertes Holz

Die Aussage, dass es lange Zeiträume braucht, damit Öl, Kohle oder versteinertes Holz entstehen kann, ist überholt. Eine schnelle Entstehung von Öl wird bereits seit einiger Zeit experimentell erprobt, und im Jahr 2006 wurde bekannt, dass Kohle unter günstigen Umständen über Nacht entstehen kann (1). Zur Versteinerung von Holz sind bereits vor einigen Jahren Patente angemeldet worden. Versteinertes Holz wird beispielsweise für Tisch- und Kaminplatten produziert. 

Bei der Bildung von Sedimentbecken und darin liegenden Erdölvorkommen gehen Geowissenschaftler von langwierigen, bis zu Millionen Jahre währenden Prozessen aus. Dagegen zeigen Hydro-Pyrolyse-Laborexperimente an Erdölmuttergesteinen aus Sedimentbecken, dass bei entsprechend hohen Temperaturen oder geeigneten katalytischen Bedingungen sehr schnell Erdöl gebildet und ausgetrieben werden kann (2).

Wie die Geologen Borys M. Didyk und Bernd R.T. Simoneit berichten, besteht im Guaymas-Becken (im Golf von Kalifornien) eine 500 m starke Ablagerung von Phytoplankton (frei schwebende Meerespflanzen), aus der Erdöl entweicht (3). An der Oberfläche dieser Sedimente gibt es hydrothermale Kamine von 8 bis 12 cm Durchmesser, aus denen klares, heißes Wasser von 200 °C austritt. Dieses Wasser führt Ölkugeln mit sich, die einen Durchmesser von 1 bis 2 cm haben. Eingehende Untersuchungen ergaben, dass die Zusammensetzung dieses Öles gewöhnlichem Erdöl sehr ähnlich sei. Altersmessungen mit der Radiokarbonmethode ergaben 4200-4900 Jahre.

 

Referenzen

(1) Wissenschaftsmagazin MaxPlanckForschung, Ausgabe 2/2006.

(2) Thomas Herzog, Schnelle Erdölbildung durch hydrothermale Prozesse - Naturnahe Modellierung der Hydro-Pyrolyse und Beispiele aus der Lagerstättenkunde, Studium Integrale, April 2003. S. 20-27.

(3) Borys M. Didyk und Bernd R.T. Simoneit, Hydrothermal oil of Guaymas Basin and implications for petroleum formation mechanisms, Nature, Bd. 342, 2. November 1989, S. 65-69.

 

 

 

Kosmologie und Urknalltheorie

Die Erforschung der Materie und des Kosmos ist eng miteinander verknüpft. Im Standardmodell der konventionellen Physik geht man davon aus, dass das Universum, in dem wir leben, und die Materie, aus der wir bestehen, in einem Urknall entstanden sind. Allerdings sind wir weit davon entfernt, zu verstehen, was Materie eigentlich ist.

 

 

Singularität und Inflation

Im Kontext der Kosmologie hat die Existenz des Universums mit einem Urknall begonnen. Alle Materie und Energie, aller Raum und alle Zeit sollen in einem Punkt unendlicher Temperatur und Dichte (der sogenannten Singularität - in der Größe eines Stecknadelkopfes (1) (2)) vereinigt gewesen sein. 

Der Urknall-Spezialist Joseph Silk meint, "dass aufgrund von vernünftigen Annahmen eine Singularität in der Vergangenheit unvermeidbar ist" (3). Unter dieser Singularität versteht er eine punktförmige, auf kleinstem Raum befindliche Vereinigung von Materie, Energie, Raum und Zeit, also etwas, das sich jeder naturwissenschaftlichen Prüfung und jeder mathematischen Modellierung entzieht. 

Neben der Ungewissheit, was aus dieser Singularität herauskommt, bleibt auch die Frage nach einem Mechanismus, der diese Singularität ermöglicht hat, völlig offen (4). Während der Inflation (rasche Ausdehnung des Universums), die gemäß Standardmodell auf die Singularität folgte, soll sich das Universum im ersten Bruchteil einer Sekunde mit mehr als Lichtgeschwindigkeit ausgedehnt haben. Dieser Prozess kann mit den heute bekannten Naturgesetzen nicht nachvollzogen werden (5). Wie die Inflation wieder gestoppt worden sein könnte, ist ebenfalls unbekannt.

 

Referenzen

(1) Gerhard Börner, Blick ins Unendliche - Vom Urknall zum Weltall, 01.12.2003, http://www.nationalgeographic.de/reportagen/topthemen/2003/blick-ins-unendliche-vom-urknall-zum-weltall.

(2) Geschichte des Universums, Der Urknall - erklärt für Kinder, http://www.esa.int/esaKIDSde/SEM13BWJD1E_OurUniverse_0.html.

(3) Joseph Silk, The Big Bang, W.H. Freeman & Co, New York, 2001, S. 397.

(4) Alex Williams, John Hartnett, Dismantling the Big Bang, Master Books, 2006, S. 13.

(5) Ref (4), S. 117.

 

 

Entstehung von Galaxien

Nach der Inflationsphase (Ausdehnung) sollen geringe Ungleichmäßigkeiten in der Gasdichte dazu geführt haben, dass Zusammenballungen entstanden sind und daraus Galaxien gebildet wurden. Allerdings sind bezüglich der Entstehung von Galaxien viele Fragen offen. Der Glaube an den Urknall kommt nicht über den Status einer Hypothese hinaus. 

Etwa eine Sekunde nach dem Urknall sollen sich stabile Atomkerne gebildet haben. In den nächsten 100.000 Jahren soll sich die Ausdehnung des Universums fortgesetzt haben, die Temperatur soll sich gesenkt und die Elektronen sollen sich mit den Protonen vereinigt haben, woraus sich gegenwärtige Atomstrukturen gebildet hätten. 

Die dabei entstanden Gase sollen sich ungleichmäßig verteilt haben, was zu Zusammenballungen geführt haben soll. Allerdings hätte die Trägheit der sich ausdehnenden Materie verhindert, dass sich dabei Galaxien bilden konnten.

Ein Atom ist vergleichbar mit einem Miniatursonnensystem, mit präzisen Anordnungen und einer insgesamt komplizierten Beschaffenheit. Die Vorstellung, dass der Zufall solch geordnete Zustände schaffen kann, entbehrt jeglicher Grundlage!

Der bekannte Urknall-Spezialist Joseph Silk schreibt dazu (1):

"Die Urknalltheorie hat bisher drei grundlegende Probleme nicht gelöst:

1) was geschah vor dem Anfang,

2) die Natur der Singularität selbst

3) und den Ursprung der Galaxien."

In den vergangenen Jahrzehnten sind mehrere Theorien aufgestellt worden, mit denen man versuchte, die Entstehung von Galaxien anhand der Urknalltheorie zu erklären. Allerdings vermochte in Fachkreisen keine davon zu überzeugen. Die Entstehung der Galaxien kann im Rahmen der Urknalltheorie keineswegs erklärt werden (2).

 

Referenzen

(1) Joseph Silk, The Big Bang, W.H. Freeman & Co, New York, 2001, 3. Auflage, S. 385.

(2) Alex Williams, John Hartnett, Dismantling the Big Bang, Master Books, Green Forest, 2006, S. 128.

 

 

Entstehung von Planeten

Anhand von Computersimulationen versucht man zu erklären, wie Gasplaneten, Steinplaneten und Eisplaneten entstanden sein könnten. Völlig rätselhaft ist, wie sich der Staub in einer Staubscheibe (die beispielsweise unsere Sonne umgeben haben soll) zu Planeten zusammengeballt haben könnte. Die bekannten Kräfte der Schwerkraft reichen dazu bei Weitem nicht aus. Hinzu kommt, dass die Planeten- und Mondumlaufbahnen in unserem Sonnensystem nicht einfach willkürlich aufgebaut sind, sondern mathematischen Gesetzmäßigkeiten folgen.

 

Edelmetalle auf unserer Erde

Nach der gängigen Theorie zur Bildung der Erdkruste dürfte es auf unserer Erde keine Edelmetalle geben. Metalle wie Gold, Platin und Iridium verbinden sich unter bestimmten Bedingungen sehr gern mit Eisen. Deswegen wären sie auf einer angeblich Millionen Jahre existierenden "heißen Ur-Erde" im geschmolzenen Zustand allmählich in den eisenreichen Kern gewandert.

Um das konventionelle Entstehungsmodell unseres Planeten zu stützen, wird vorgeschlagen, dass das gesamte oberflächennahe Vorkommen unserer Edelmetalle von den Einschlägen metallischer Meteoriten stammt (1). Das konventionelle Entstehungsmodell unseres Planetensystems an sich wird indessen selten infrage gestellt.

 

Referenz

(1) Gerhard Schmidt, auf dem European Planetary Science Congresss 2008 in Münster, 22. Sept. 2008.

 

 

Planeten- und Mondoberflächen

Wenn sich die Planeten und Monde unseres Sonnensystems aus einer mehr oder weniger homogenen Gas- und Staubscheibe entwickelt haben sollen, so stellt sich die Frage, warum ihre Oberflächen aus so unterschiedlichen Materialien zusammengesetzt sind. Es sind keine zwei identischen Planeten oder Monde bekannt. Diese Tatsache lässt Zweifel an der gängigen Entstehungstheorie aufkommen.

Die enorme Vielfalt der Oberflächen der Planeten und Monde in unserem Sonnensystem zeigt eindrucksvoll, dass das Szenario, wonach diese Himmelskörper alle aus einer mehr oder weniger homogenen Gas- und Staubwolke entstanden sein sollen, unrealistisch ist (1). Je besser die Daten werden, anhand derer man Rückschlüsse auf die Eigenschaften der einzelnen Himmelskörper ziehen kann, umso deutlicher werden die teilweise frappanten Unterschiede (2).

 

Einige Beispiele

Die Oberflächen von Jupiter und Saturn bestehen hauptsächlich aus flüssigem Wasserstoff und Helium, jedoch in einer jeweils anderen Zusammensetzung. Die Oberfläche der Venus ist eingehüllt in eine dichte Atmosphäre von Kohlensäure und Schwefelsäure. Die Oberfläche des Mars gleicht einer trockenen Steinwüste auf der Erde.

Die Oberfläche des Mondes Europa ist auffallend gleichmäßig und hat fast keine Meteoritenkrater. Anhand neuer Daten scheint es sich um eine Welt voller aggressiver, korrosiver Substanzen zu handeln. Die Oberfläche des Erdmondes ist eine Staubwüste. Der Jupitermond Io hat eine Oberfläche aus Schwefel und Schwefelhydroxid. Die Saturnmonde Enceladus und Tethys sind mit Wassereis bedeckt. Der Saturnmond Titan ist mit flüssigem Äthan und Methan bedeckt.

 

Fazit

Die Himmelskörper in unserem Sonnensystem erscheinen wohlgeformt und sehr individuell ausgeprägt. Die Frage, ob und wie sie aus einer homogenen Gas- und Staubwolke hervorgegangen sein könnten, lässt sich nicht beantworten.

Es ist absehbar, dass auch die Planeten und Monde, die in den kommenden Jahrzehnten erforscht werden, die beeindruckende Unterschiedlichkeit der Himmelskörper unterstreichen werden. Sind unser Sonnensystem, die Milchstraße und der ganze übrige Kosmos womöglich ebenso funktional zusammengestellt wie beispielsweise der menschliche Körper? Könnte es sein, dass jeder Himmelskörper einen ganz bestimmten Zweck erfüllt?

 

Referenzen

(1) Kendrick Frazier, Das Sonnensystem, Time-Life Books, 1985, S. 128-145.

(2) Norbert Pailer und Alfred Krabbe, Der vermessene Kosmos, Hänssler, 2006, S. 99-116.

 

 

Präzises Planetensystem

Das Planetensystem, das unsere Sonne umgibt, ist sehr präzise gestaltet.

Seit Newton 1683 die Gesetzmäßigkeiten der Gravitation entdeckt hat, weiß man, dass die Planeten im Sonnensystem sehr stabil in ihren Bahnen laufen. Sie verhalten sich so stabil wie ein Uhrwerk. Hinzu kommt, dass die unterschiedlichen Abstände zur Sonne einer mathematischen Regel folgen (1). Bemerkenswert ist auch, dass sich die Venus in einer retrograden (entgegengesetzten) Eigenrotation befindet, was im Widerspruch zur Staubscheiben-Theorie steht. Dass die retrograde Eigenrotation durch eine Kollision mit einem Asteroiden oder Meteor entstanden sei, ist sehr unwahrscheinlich, da bei einer solchen Kollision auch die Bahn der Venus beeinflusst worden wäre. Die Tatsache, dass die Bahn der Venus beinahe exakt kreisförmig ist (kleinste Exzentrität aller Planetenbahnen), spricht dagegen.

 

Referenz

(1) Henry M. Morris, Men of Science, Men of God, Creation-Life Publishers, San Diego, California, 1982, S. 44-46.

 

 

Planetare Ringe

Die planetaren Ringe aller vier Gasplaneten sind nachweislich Kurzzeitphänomene. Sie können maximal einige 10.000 Jahre alt sein. Da sie aber nicht von Anfang an zusammen mit den Planeten existieren mussten, kann es sein, dass die Planeten selbst dennoch älter sind. Es ist jedoch bemerkenswert, dass diese planetaren Ringe bei allen vier Gasplaneten unseres Sonnensystems gleichzeitig zu beobachten sind. Erstaunlich ist auch die ungewöhnlich scharfe Begrenzung der Ringe. Da es ständig zu Kollisionen zwischen den Ringteilchen kommt, sollten die Kanten im Laufe der Zeit eher verwaschen sein.  

Einer dieser vier Gasplaneten ist der Saturn. Er ist von mehreren Tausend Ringen umgeben, die sich in sieben Hauptringe einordnen lassen. Die Gesamtausdehnung des Ringsystems übersteigt die Entfernung zwischen Erde und Mond. Wie diese Ringe durch natürliche Prozesse entstanden sein könnten, ist völlig rätselhaft (1). Sehr alt können sie indessen nicht sein, da erkennbar ist, dass sie wegen ständigen Materialverlusts bereits in wenigen Jahrtausenden zerfallen sein werden (2).

 

Referenzen

(1) Stephen Battersby, First images of Saturn's rings bring surprises, New Scientist Nr. 2455, 10. Juli 2004.

(2) Norbert Pailer und Alfred Krabbe, Der vermessene Kosmos, Hänssler, 2006, S. 136.

 

 

Supernova-Überreste

Nach einer Supernova-Explosion dehnt sich eine Gas- und Staubwolke, der sogenannte Supernova-Überrest (SNR), aus,. Ein solcher SNR müsste mehr als eine Million Jahre wahrnehmbar sein, bevor er sich auflöst. Allerdings findet man in unserer Milchstraße sehr viel weniger SNR vor, als konventionell erwartet werden. Ihre Anzahl stimmt mit einer Milchstraße überein, die ca. 7000 Jahre alt ist. SNR außerhalb der Milchstraße können gegenwärtig nicht wahrgenommen werden, da sie zu lichtschwach sind.

 

Berechnungen und Beobachtungen (1)

SNR der ersten Stufe:

Berechnungen zufolge müssten 19 % von 12 SNR der ersten Stufe sichtbar sein. Beobachtet werden 2. 

SNR der zweiten Stufe:

Berechnungen zufolge müssten 47 % von 4800 SNR der zweiten Stufe sichtbar sein. Beobachtet werden jedoch bloß 200. Das sind so viele, wie man nach ca. 7000 Jahren erwartet.

 

Der Schwanennebel (Cygnus)

Das Alter des Schwanennebels wurde bis vor einiger Zeit auf 100.000 Jahre berechnet. Aufgrund von neuen Daten musste sein Alter jedoch auf weniger als 3000 Jahre herabgesetzt werden. Eine der Größen, von denen die Ausbreitungsgeschwindigkeit eines Nebels stark abhängig ist, ist die Dichte des interstellaren Mediums. In der Nähe des Schwanennebels ist diese Dichte etwa 10-mal geringer als die Standarddichte des Weltraums. Daher wurde neu berechnet, dass sich der Schwanennebel in weniger als 3000 Jahren bis zur heute beobachteten Größe ausgedehnt hat (2).

 

Referenzen

(1) Keith Davies, Distribution of Supernova Remnants in the Galaxy, Proceedings of the Third International Conference on Creationism, Pittsburgh 2, Penn., USA, 1994, S. 177.

(2) Keith Davies, The Cygnus Loop - a case study, Journal of Creation, 20(3) 2006, S. 92-94.

 

 

Anthropisches Prinzip

Unter dem Anthropischen Prinzip versteht man die unglaubliche Feinabstimmung der verschiedenen Naturkonstanten, die menschliches Leben erst möglich machen. Wenn auch nur einzelne der gut 40 bekannten Naturkonstanten minimal von ihrem jetzigen Wert abweichen würden, so wäre kein irdisches Leben möglich. Einige Wissenschaftler, die nicht an einen intelligenten Schöpfer des Universums glauben, helfen sich mit der sogenannten Multiversum-Theorie, der zufolge es unendlich viele Universen gibt und wir uns in genau demjenigen befinden, in dem Leben möglich ist. Mit dieser Theorie kann selbstverständlich alles und nichts bewiesen werden.

Die Wahrscheinlichkeit, dass unser Universum genau seiner tatsächlichen Erscheinungsform entspricht, liegt nach Ansicht einiger Physiker in etwa bei 1 : 1062. Das entspricht 0,000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.001 % (1).

Ein Physiker hat die Präzision der Feinabstimmung der Naturkonstanten folgendermaßen veranschaulicht: Man stelle sich eine 2-Euro-Münze vor, die mit einer Gewehrkugel getroffen werden muss. Dazu sollen das Gewehr am einen und die Münze am anderen Ende des sichtbaren Universums positioniert werden!

Die unfassbar genaue Feinabstimmung der verschiedenen Naturkonstanten, die das irdische Leben erst möglich machen, kann nicht das Ergebnis eines blinden Zufalls sein.

 

Einige Beispiele

Wäre die Schwerkraftkonstante nur etwas niedriger, hätte dies zur Folge, dass Sterne wie die Sonne nicht in der Lage wären, einen Kernfusionsprozess in Gang zu setzen. Wäre sie nur etwas höher, würde dies den Energievorrat der Sterne in sehr kurzer Zeit verbrauchen. Wenn beispielsweise das Wasser nicht so sonderbar auffällige Anomalien (Gefrierverhalten, Siedepunkt, Dichteverlauf etc.) hätte, wäre kein Leben auf Wasserbasis möglich (2).

Der Astronom Martin Rees hat aus den vielen Naturkonstanten sechs ausgewählt und beschrieben, dass keine von ihnen auch nur geringfügig vom bestehenden Wert abweichen darf. Andernfalls wäre kein irdisches Leben möglich (3).

Rees geht davon aus, dass es unendlich viele Universen geben muss und dass eines davon zufällig exakt die richtigen Naturkonstanten enthält. Man kann somit an eine Theorie glauben, nach der es unendlich viele Universen gibt, oder man glaubt an einen einzigen, unendlich intelligenten und allmächtigen Schöpfer des einen Universums, in dem wir leben (4).

 

Referenzen

(1) Peter C. Hägele, Das kosmologische athropische Prinzip, Kolloquium für Physiklehrer, Universität Ulm, 11. Nov. 2003.

(2) Hansruedi Stutz, Das anthropozentrische Prinzip: Der Mensch im Mittelpunkt des Universums, factum Juli/August 1991, S. 39.

(3) Martin Rees, Just six numbers, HarperCollins Publishers, 1999.

(4) David Tyler, Parallel Universes: Has God anything to say?, Origins 34, März 2003, S. 14-15.

 

 

 

Philosophie

In der modernen Wissenschaft ist der Naturalismus zum führenden Paradigma geworden. Als "naturalistisch" kann jede Lehre bezeichnet werden, die allein die Natur zum Grund und zur Norm aller Erscheinungen erklärt. Der naturalistische Ansatz ist vor allem aus der Motivation heraus entstanden, sich von übernatürlichen Phänomenen im religiösen Sinne abzugrenzen. Dabei wird etwa die Existenz von Wundern, übernatürlichen Wesen oder spirituellen Erkenntnissen abgelehnt.

Für das naturalistische Weltbild ist die Evolutions-, Ursuppen- und Urknalltheorie von großer Bedeutung. Allerdings muss die naturalistische Weltanschauung aus manchen philosophischen Überlegungen heraus infrage gestellt werden. So ist zum Beispiel der in der Evolutionstheorie oft verwendete Begriff "Zufall" im Sinne von Plan-, Ziel- und Sinnlosigkeit eine unpräzise Behauptung ohne jede Substanz.

Warum findet man überall im Universum Zeichen von Teleologie (Zielgerichtetheit) und Planung? Wie kommt der Mensch dazu, nach dem Sinn des Lebens zu fragen? Wie lassen sich unzweckmäßige Schönheit und natürliche Vollkommenheit erklären? Diese und weitere Fragen bleiben im Dogma der Evolutionstheorie unbeantwortet. 

 

 

Paradigma der Evolution

Umfragen zufolge sind viele Menschen der Meinung, dass die Evolutionstheorie eine wissenschaftlich bewiesene Tatsache ist. Wenige wissen, dass man in der Wissenschaft mit vorläufigen Modellen (Verifikation) und Widerlegungen (Falsifikation) arbeitet. Das vorherrschende Denkmuster (Paradigma) von Evolutions-, Ursuppen- und Urknalltheorie ist philosophischen Ursprungs (Aufklärung, Rationalismus/Naturalismus) und kann mit naturwissenschaftlichen Mitteln nicht nachvollzogen werden.

In populärwissenschaftlichen Darstellungen wird oft behauptet, dass die Evolutionstheorie eine bewiesene Tatsache sei. Diese Aussage ist naturwissenschaftlich nicht haltbar. Wenn man das übernatürliche Eingreifen eines intelligenten Urhebers von Anfang an ausklammert und das Modell von Evolutions-, Ursuppen- und Urknalltheorie zum Paradigma macht, dann darf man nicht im Nachhinein folgern, dass es keinen Urheber gibt, weil in den verschiedenen Abhandlungen kein Urheber vorkommt! 

Trotz vieler entsprechender Versuche muss klar festgestellt werden, dass die Existenz Gottes nicht widerlegt werden kann. 

Karl Popper beschreibt diesen Umstand folgendermaßen: "Sicheres Wissen ist uns versagt. Unser Wissen ist ein kritisches Raten, ein Netz von Hypothesen, ein Gewebe von Vermutungen ... Und unser Raten ist geleitet von dem unwissenschaftlichen, metaphysischen (!) Glauben, dass es Gesetzmäßigkeiten gibt, die wir entschleiern und entdecken können" (1).

Als der Rationalismus am Ende des 17. Jahrhunderts die menschliche Vernunft zur letzten Instanz erhob und der Materialismus die Materie als das einzig Reale verabsolutierte, konnte sich die philosophische Denkrichtung des Naturalismus bestens entfalten. Der Naturalismus anerkennt keine Existenz außerhalb der sichtbaren Welt. Der DUDEN beschreibt den Naturalismus als "eine philosophische, religiöse Weltanschauung, nach der alles aus der Natur und diese allein aus sich selbst erklärbar ist" (2).

Der Philosoph Wilfrid Sellars schreibt: "Wenn es um die Beschreibung und Erklärung der Welt geht, sind die Naturwissenschaften das Maß aller Dinge" (3). Die logische Folgerung dieser Weltanschauung ist, dass alle übernatürlichen Begebenheiten geleugnet werden.

Der Jesuit und Paläontologe Pierre Teilhard de Chardin schreibt, dass die Evolution ein "allgemeingültiges Postulat ist, vor dem sich alle Theorien, alle Hypothesen und alle Systeme künftig beugen und dem sie genügen müssen, um als vorstellbar und wahr gelten zu können. Die Evolution ist ein Licht, dass alle Tatsachen erhellt, eine Bahn, der alle Gedankengängen folgen müssen ..." (4).

Der Zoologe D.M.S. Watson bringt es auf den Punkt, wenn er sagt, dass die Evolution akzeptiert würde, "nicht weil man etwas Derartiges beobachtet hätte, oder weil man sie durch eine logisch zusammenhängende Beweiskette als richtig beweisen konnte, sondern weil die einzige Alternative dazu, der Schöpfungsakt Gottes, einfach undenkbar ist" (5).

Zufallsmechanismen werden als Triebkraft der Evolutionslehre beschrieben. 

Die Aussage, dass Zufall der Motor aller wundersamen Naturerscheinungen ist und jede mit dem Faktor Zufall verbundene Aussage ist gehaltlos. Die Faktoren Zufall x Gesetz ergeben stets Zufall: 0 x 1 = 0. Sobald eine Behauptung den Teil-Faktor Zufall enthält, wird die ganze Behauptung substanzlos, nicht nachvollziehbar, nicht beweisbar.

Der Faktor Zufall macht die empirische Erforschung der angenommenen Evolution, d. h. der gemeinsamen Abstammung und Höherentwicklung der Lebewesen, von vornherein unmöglich!

Wer eine Theorie aufstellt, deren zentrale Erklärung es ist, eine außernatürliche Kraft oder jede andere Ursächlichkeit abzulehnen und ansonsten nicht zu wissen, was abläuft, stellt im Grunde gar keine Theorie auf. 

 

Referenzen

(1) Karl R. Popper, Logik der Forschung, zitiert in Volker Kessler, "Ist die Existenz Gottes beweisbar?", S. 84.

(2) Das Fremdwörterbuch, DUDEN, 2005.

(3) Wilfrid Sellars, Science, Perception and Reality, Routledge and Kegan Paul, London, 1963, S. 173.

(4) Marie-Joseph Pierre Teilhard de Chardin, The Phenomenon of Man, 1959, deutsche Ausgabe: Der Mensch im Kosmos, C.H. Beck, München, 1959.

(5) D.M.S. Watson, Nature 123, 29. Juni 1929, S. 233.

 

 

Teleologie und Planmäßigkeit

Die unzähligen kosmischen und biologischen Strukturen, die wir heute beobachten, sollen nach Auffassung vieler Wissenschaftler rein zufällig entstanden sein. Diesem Glaubenssatz widersprechen die Zielgerichtetheit (Teleologie) und Planmäßigkeit, die in der gesamten Natur erkennbar sind. Wenn die Natur tatsächlich durch rein zufällige Prozesse entstanden wäre, dürfte keine Teleologie erkennbar sein.

Die meisten Evolutionsbefürworter wollen die Entstehung des Lebens allein aus der Materie und den Naturgesetzen erklären. Nach dieser Auffassung dürfte es in der Natur keine Teleologie geben. In diesem Zusammenhang erkennt der Politologe und Biologe Robert Wesson: "Die einzige Frage, in der die modernen Autoren eine einhellige Meinung haben, ist die, dass Anpassung (durch Mutation/Selektion) nicht teleologisch ist" (1).

Diese Einhelligkeit kann aus dem gemeinsamen materialistischen Ansatz der Wissenschaftler erklärt werden. Doch wie kann der Evolutionist Aldous Huxley die Evolution als einen "zielstrebigen (!), zeitlich nicht umkehrbaren Vorgang" beschreiben (2), wenn gerade die Zielstrebigkeit verneint wird?

Der Nobelpreisträger Jacques Monod musste gestehen, dass "der Eckstein der wissenschaftlichen Methode das Postulat der Objektivität der Natur ist [...] Das Postulat der Objektivität ist wesensnotwendig für die Wissenschaft [...] Gerade die Objektivität verpflichtet uns zur Anerkennung des teleonomischen Charakters der Lebewesen, zum Eingeständnis, dass sie in ihren Strukturen und Leistungen einen Plan verfolgen. Das zentrale Problem der Biologie besteht in diesem Widerspruch selbst" (3).

In einer materialistischen Weltanschauung ist dieser Widerspruch nicht zu vermeiden. Das Postulat einer völligen Ziellosigkeit lässt sich bei konsequentem Denken in der konkreten Wirklichkeit der Natur kaum aufrechterhalten (4).

 

Referenzen

(1) Robert Wesson, Beyond Natural Selection, Cambrige/Mass. 1991, deutschsprachige Ausgabe: Die unberechenbare Ordnung, Artemis & Winkler, München, 1993, S. 31.

(2) Johannes Grün, Die Schöpfung, ein göttlicher Plan, S. 509.

(3) Jacques Monod, Le Hasard et le Nècessitè, Paris, 1970, S. 37f. (deutsche Ausgabe: Zufall und Notwendigkeit, München, 1971).

(4) Philip E. Johnson, Darwin im Kreuzverhör, Christliche Literatur-Verbreitung Bielefeld, 2003, S. 145.

 

 

Sinn des Lebens

Die Frage nach dem Sinn des Lebens kann anhand der Evolutionstheorie nicht beantwortet oder geklärt werden. Im Gegenteil: Aus naturalistischen Überlegungen darf diese Frage gar nicht gestellt werden. Der Evolutionist Richard Dawkins schreibt, dass "das Universum, das wir sehen, [...] keine Ordnung, keinen Sinn, kein Gut und kein Böse besitzt, sondern nichts als nutzlose Gleichgültigkeit".

Die Worte von Richard Dawkins, wonach das Universum nichts als nutzlose Gleichgültigkeit zeigt (1), sind die unausweichliche Schlussfolgerung, wenn man die Evolutionstheorie konsequent zu Ende denkt. Wenden wir uns jedoch vom Zufall ab und hin zu Plan und Sinn, so können wir uns als Teil eines großen allumfassenden Vorhabens erkennen, in dem wir uns zu Recht fragen dürfen, was der Sinn unseres Lebens ist.

Die wissenschaftliche Forschungsmethode ist der Sinnfrage gegenüber neutral. Sie ermöglicht es, subjektive Meinungen und weltanschauliche Einflüsse weitmöglichst auszuklammern. Da viele Evolutionisten einen Sinn hinter der Entstehung des Lebens verneinen und gegen einen Wunder wirkenden Zufall austauschen, beziehen sie jedoch indirekt Stellung. Aus diesem Grund dürften sie - streng genommen - nicht von einer naturwissenschaftlichen Theorie sprechen.

Gemäß dem Evolutionsbiologen William B. Provine folgt aus dem modernen Verständnis der Evolution, dass es keinen letzten Sinn des Lebens gibt (2).

Auch der Nobelpreisträger Jacques Monod gebraucht deutliche Worte, indem er schreibt, dass der Mensch aus seinem Traum aufwachen und seine totale Verlassenheit und radikale Fremdheit erkennen soll, um zu wissen, dass er seinen Platz wie ein Zigeuner am Rande des Universums hat (3). Andererseits ist es nicht abwegig, anzunehmen, dass Jacques Monod eines Tages aufwachen und erkennen muss, dass das Leben sehr wohl Sinn macht, weil es von einem Sinn gebenden Schöpfer stammt.

 

Referenzen

(1) Richard Dawkins, A Scientist's Case Against God, Science, Aug. 1997, S. 892.

(2) Spektrum der Wissenschaft, Naturwissenschaftler und Religion in Amerika, Larson/Witham, November 1999, S. 74.

(3) J. Monod, Zufall und Notwendigkeit, 1977, S. 151.

 

 

Natürliche Vollkommenheit und unzweckmäßige Schönheit

Wenn wir die Natur beobachten, sehen wir, dass alles nicht irgendwie halb im Aufbau befindlich, sondern perfekt abgestimmt ist. Jedes noch so kleine Tier erfüllt irgendeinen Zweck; jedes Kraut ist für irgendetwas gut; es gibt keine unfertigen Ökosysteme; die allermeisten Lebewesen erfüllen einen Beitrag zum Gemeinwohl des gesamten Ökosystems (ausgenommen der moderne Mensch). Das alles spricht dafür, dass das irdische Leben von einem intelligenten Schöpfer stammt.

Im Inneren empfinden viele Menschen, dass es keine Zufälle gibt. Irgendwie ahnen wir, dass über der sichtbaren Welt eine höhere Ordnung herrscht, die uns und alles Irdische durchdringt (1). Dass da ein Gott ist, der zwischen Gut und Böse, zwischen Recht und Unrecht unterscheidet (2).

Der amerikanische Physiker Arthur H. Compton (1892-1962) sagte: "Für mich beginnt der Glaube mit der Erkenntnis, dass eine höchste Intelligenz das Universum ins Dasein rief und den Menschen schuf. Es fällt mir nicht schwer, dies zu glauben, denn es ist unbestreitbar, dass, wo ein Plan ist, auch Intelligenz ist. Ein geordnetes, sich entfaltendes Universum legt Zeugnis ab für die Wahrheit der gewaltigsten Aussage, die je ausgesprochen wurde: Am Anfang schuf Gott" (3).

 

Die in der Natur vorkommende unzweckmäßige Schönheit ist ein wesentliches Merkmal von intelligenter Schöpfung. Der naturalistische Ansatz versagt, wenn es darum geht, die Entstehung von unzweckmäßiger Schönheit zu erklären. Die natürliche Selektion würde ausschließlich zweckmäßige Mutationen begünstigen, die in irgendeiner Weise einen Überlebensvorteil mit sich bringen. Schönheit, die im Grunde keinen Zweck erfüllt, würde evolutionstheoretisch weder begünstigt noch selektiert werden.

Es gibt Tiere und Pflanzen, die (nach menschlichem Ermessen) unsagbar schön sind und die ihren unscheinbaren und schlicht gestalteten Artgenossen gegenüber keinen Vorteil zu haben scheinen. Charles Darwin schrieb in seinem Werk Die Entstehung der Arten, dass es für seine Theorie ein harter Schlag wäre, wenn viele organische Strukturen wirklich "nur der Schönheit wegen vorhanden wären, um den Betrachter zu erfreuen" (4). Einfach nur schön zu sein, brächte der Evolution keinen Vorteil. Dessen war sich Darwin bewusst.

Selbstverständlich kann ein großer Teil von Schönheit in der Natur mit dem Fortpflanzungsverhalten der Lebewesen in Verbindung gebracht werden. In vielen Fällen scheint sie jedoch in der Tat unzweckmäßig zu sein.

 

Strukturen, die scheinbar "nur der Schönheit wegen" vorhanden sind

Viele Blumen müssten bei Weitem nicht so schön ausgebildet sein, wie wir sie kennen. Um die richtigen Bienen und anderen Insekten anzuziehen, würde es in den allermeisten Fällen genügen, Blütenblätter mit den richtigen Farben herauszubilden. Schließlich haben Bienen keine Augen, wie wir Menschen sie haben. Die Schönheit der meisten Blumen (speziell der Orchideen) scheint in der Tat unzweckmäßig zu sein.

Das eindrucksvolle Pfauenrad in seiner unnötigen Pracht oder die wunderschönen Muster und Farben auf Schmetterlingsflügeln sind wahrscheinlich nicht zweckmäßig. Sie können sich sogar nachteilig auswirken.

Die Aeolidier sind winzige Schnecken, die man nur mit einer starken Lupe beobachten kann. Diese Schnecken zeigen raffinierte Musterbildung in lebhaften Farben - obschon sie selbst ganz einfache Augen haben, mit denen sie keine Bilder wahrnehmen können. Der Biologe Adolf Portmann schreibt dazu: "Man sieht bei diesen farbigen Schnecken, wie in ungezählten anderen Fällen, komplizierte Aufbauprozesse für optische Bildungen, die überhaupt keinem anschauenden Organ zugeordnet werden können und trotzdem in Farbe und Form wie auf 'Sicht' hin gebildet erscheinen" (5).

Unzweckmäßige Schönheit impliziert eine betrachtende, übergeordnete Intelligenz, die nicht nur auf Detailkonstruktionen und Zweckmäßigkeit achtet, sondern auch einen Blick für das Lebewesen als Ganzes hat und dabei auf Harmonie und eben Schönheit bedacht ist. Dasselbe gilt im Übrigen auch für die Codierung der DNS. Auch hier muss eine betrachtende (codierende) Intelligenz vorausgesetzt werden, die das Wort, den Satz und den Zusammenhang, der geschrieben wird, als Ganzes erfasst.

 

Referenzen

(1) Paulus von Tarsus, die Bibel, Römer 1,19-23.

(2) Die Bibel, 1. Mose 3,22.

(3) Arthur H. Compton, Rede vom 12. April 1936, Chicago Daily News

(4) Digitale Bibliothek, Band 2: Philosophie. Charles Darwin, Die Entstehung der Arten, S. 423.

(5) Adolf Portmann, Meerestiere und ihre Geheimnisse, Reinhardt-Verlag, Basel, 1958, S.73.

 

 

 

Informationstheorie

Die stärkste Argumentation in der Wissenschaft ist immer dann gegeben, wenn man Naturgesetze in dem Sinne anwenden kann, dass sie einen Prozess oder Vorgang ausschließen oder bestätigen. 

 

Naturgesetze über Information und ihre Schlussfolgerungen (1)

In allen Lebewesen finden wir eine geradezu unvorstellbare Menge an Information. Das Gedankensystem Evolution könnte überhaupt nur dann funktionieren, wenn es in der Materie eine Möglichkeit gäbe, dass durch Zufallsprozesse Information entstehen kann. Diese Information ist unbedingt erforderlich, weil alle Baupläne der Individuen und alle komplexen Vorgänge in den Zellen (z. B. Proteinsynthese) informationsgesteuert ablaufen.

Die Herkunft dieser Flut von (biologischer) Information deutet auf einen bewussten und mit Willen handelnden Schöpfer hin.

Normalerweise verstehen wir unter Naturgesetzen die physikalischen und die chemischen Gesetze. Zu unserer Welt gehören auch nicht-materielle Größen, wie z.B. Information, Wille und Bewusstsein. Wer meint, unsere Welt sei allein mit materiellen Größen beschreibbar, schränkt seine Wahrnehmung ein.

Der Physiker und Nobelpreisträger Robert A. Millikan appellierte schon vor Jahren an den gesunden Menschenverstand, indem er feststellte: „Eine rein materialistische Philosophie ist in meinen Augen der Gipfel des Unverstandes ..." 

Von dem amerikanischen Mathematiker Norbert Wiener stammt der viel zitierte Satz: "Information ist Information, weder Materie noch Energie." Damit hat er etwas sehr Wesentliches erkannt: Information ist keine materielle Größe.

Norbert Wiener hat uns gesagt, was Information nicht ist. Nun aber wollen wir wissen, was Information wirklich ist. Weil Information eine nicht-materielle Größe ist, kann ihr Entstehen aus materiellen Prozessen heraus nicht erklärt werden. Was ist der auslösende Faktor dafür, dass es überhaupt Information gibt? Was veranlasst uns dazu, einen Brief, eine Postkarte, eine Gratulation, ein Tagebuch oder einen Aktenvermerk zu schreiben? Die wichtigste Voraussetzung dafür ist unser eigener Wille oder derjenige unseres Auftraggebers. Information beruht immer auf dem Willen eines Sender, der die Information abgibt. Sie ist keine Konstante; absichtsbedingt kann sie zunehmen, und durch Störeinflüsse kann sie deformiert oder zerstört werden.

Halten wir fest: Information entsteht nur durch Wille (Absicht). 

 

Eine materielle Größe kann keine nicht-materielle Größe hervorbringen.

Es ist unsere allgemeine Erfahrung, dass ein Apfelbaum Äpfel, ein Birnenbaum Birnen und eine Distel Distelsamen hervorbringt. Ebenso bringen Pferde Pferdefohlen, Kühe Kuhkälber und Frauen Menschenkinder zur Welt. In gleicher Weise entnehmen wir der Beobachtung, dass eine materielle Größe niemals etwas Nicht-Materielles hervorbringt. 

 

Information ist eine nicht-materielle fundamentale Größe.

Unsere Wirklichkeit, in der wir leben, lässt sich in zwei grundsätzlich zu unterscheidende Bereiche einteilen, nämlich in die materielle und nicht-materielle Welt. Die Materie verfügt über Masse, und diese ist im Gravitationsfeld wägbar. Im Unterschied dazu sind alle nicht-materiellen Größen (z.B. Information, Bewusstsein, Intelligenz, Wille) masselos. 

 

Information kann nur durch einen intelligenten Sender entstehen.

Im Gegensatz zu einem maschinellen Sender verfügt ein intelligenter Sender über Bewusstsein. Er ist mit einem eigenen Willen ausgestattet, ist kreativ, denkt selbstständig und wirkt zielorientiert.

Hieraus lassen sich mehrere speziellere Naturgesetze ableiten:

  • a) Jeder Code beruht auf einer gegenseitigen Vereinbarung von Sender und Empfänger.

  • b) Es gibt keine neue Information ohne einen intelligenten Sender.

  • c) Jede Informationsübertragungskette kann bis zu einem intelligenten Sender zurückverfolgt werden.

  • d) Die Zuordnung von Bedeutung zu einem Satz von Symbolen ist ein geistiger Prozess, der Intelligenz erfordert.

Referenz

(1) Werner Gitt, Am Anfang war die Information, 3. überarbeitete und erweiterte Auflage 2002, Hänssler-Verlag, Holzgerlingen. 

 

 

 

Intelligente Information

Weil wir in allen Formen des Lebens einen Code (DNA- bzw. RNA-Moleküle) und die anderen Ebenen der Information vorfinden, befinden wir uns eindeutig innerhalb des Definitionsbereiches von Information. Daraus können wir schließen, dass es einen intelligenten Urheber/Sender dieser Information geben muss.

 

Begründung

Da es keinen nachweisbaren Prozess durch Beobachtung oder Experiment in der materiellen Welt gibt, bei dem von allein Information entstanden ist, gilt das auch für alle Information, die wir in den Lebewesen vorfinden. Dies weist auf einen intelligenten Urheber hin, der die Programme ursprünglich geschrieben hat. 

 

Biblischer Hinweis

"Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde [...] Und Gott sprach: Es lasse die Erde aufgehen Gras und Kraut, das sich besame, und fruchtbare Bäume, ein jeglicher nach seiner Art [...] Und Gott sprach: Es rege sich das Wasser mit webenden und lebendigen Tieren, und Gevögel fliege auf Erden unter der Feste des Himmels. Und Gott schuf große Walfische und allerlei Getier, [...] ein jegliches nach seiner Art, und allerlei gefiedertes Gevögel, ein jegliches nach seiner Art [...] Und Gott sprach: Die Erde bringe hervor lebendige Tiere, ein jegliches nach seiner Art: Vieh, Gewürm und Tiere auf Erden, ein jegliches nach seiner Art" (1).

Das Wort "sprach" ist hervorgehoben, um zu verdeutlichen, wie Gott als Informationsgeber durch Sein Wort das irdische Leben erschaffen hat. 

 

Referenz

(1) Die Bibel, 1.Mose 1,1-25.

 

 

Allwissender und mächtiger Sender

Das Konzept, mit dem die DNA-Moleküle codiert sind, übertrifft alle modernen menschlichen Informationstechnologien bei Weitem. Der Sender, der die uns bekannten ein- und mehrzelligen Lebewesen und ganze ökologische Systeme geschaffen hat, muss so intelligent gewesen sein und über so viel Information verfügt haben, dass wir ihn aus unserer Sicht als unendlich intelligent und allwissend bezeichnen können. 

Am Anfang einer jeden Informationsübertragungskette steht ein intelligenter Urheber. Wendet man diese Schlussfolgerung konsequent auf die biologische Information an, dann ist auch hierfür ein intelligenter Urheber erforderlich. In den DNA-Molekülen finden wir die allerhöchste, uns bekannte Informationsdichte vor (1). Diese Informationen können sich nicht zufällig aus lebloser Materie entwickelt haben.

Weil Information, die in den Strukturen des Lebens allgegenwärtig anzutreffen ist, wesensmäßig eine nicht-materielle Größe ist, kann sie nicht von einer materiellen Größe herstammen. Daraus können wir schließen, dass der Sender von seiner Natur her nicht-materiell (also geistig) sein muss.  

 

Biblischer Hinweis

Aus der Bibel erfahren wir, dass Gott Geist ist (2); dass Ihm die materielle Welt untergeordnet ist (3); dass Er selbst nicht-materiell ist (4); dass Er spricht und es dementsprechend geschieht (5).

Außerdem lehrt die Bibel, dass es nur einen Gott gibt: "Ich bin der Erste, und ich bin der Letzte, und außer mir ist kein Gott" (6). Was bedeutet es, wenn Gott (der Sender der biologischen Information, der Schöpfer) unendlich ist? Dann gibt es für Ihn keine Frage, die Er nicht beantworten könnte, dann gehören zu Seiner Kenntnis nicht nur alle Dinge der Gegenwart und der Vergangenheit - auch die Zukunft ist Ihm nicht verborgen (7) (8).

Wenn er aber alle Dinge (auch jenseits aller zeitlichen Grenzen) weiß, dann muss Er selbst ewig sein. Zum gleichen Schluss kommt der Apostel Paulus, wenn er schreibt, "dass wir aus den Werken der Schöpfung auf die ewige Kraft Gottes schließen können" (9). Dass Gott ewig ist, bezeugt die Bibel an vielen Stellen (10) (11) (12).

 

Das Wissen darüber, wie z. B. DNA-Moleküle programmiert werden können, reicht nicht aus, um Leben entstehen zu lassen. Für den Schritt vom Wissen zur praktischen Ausführung ist zusätzlich die Fähigkeit erforderlich, alle benötigten Biomaschinen bauen zu können. Ohne eine kreative Macht konnte kein Leben entstehen.

Von der Größe dieser gewaltigen Macht haben wir keine quantitative Vorstellung, aber die Bibel zeigt uns das wahre Ausmaß, indem sie uns den dahinter stehenden Sender als allmächtig vorstellt: "Ich bin das A und das O, der Anfang und das Ende, [...] der Allmächtige" (13). "Bei Gott ist kein Ding unmöglich" (14). 

Die Bibel bezeugt, dass diese Welt nicht aus einem Milliarden Jahre andauernden Prozess hervorgegangen ist, sondern durch Erschaffung durch den allmächtigen Gott. "Denn in sechs Tagen hat Gott Himmel und Erde gemacht und das Meer und alles, was darin ist" (15) (16).

 

Referenzen

(1) Werner Gitt, Am Anfang war die Information, 3. überarbeitete und erweiterte Auflage 2002, Hänssler-Verlag, Holzgerlingen, S. 311-313.

(2) Die Bibel, Johannes 4,24.

(3) Die Bibel, Lukas 8,28.

(4) Die Bibel, 1. Könige 19,11-13.

(5) Die Bibel, Psalm 33,9.

(6) Die Bibel, Jesaja 44,6.

(7); (8) Die Bibel, Jesaja 45,11; Jesaja 48,3-6

(9) Paulus von Tarsus, die Bibel, Römer 1,20.

(10); (11); (12) Die Bibel, Mose, Psalm 90,2; Jesaja 40,28; Daniel 6,27.

(13) Die Bibel, Offenbarung 1,8.

(14) Die Bibel, Lukas 1,37.

(15); (16) Die Bibel, 2. Mose 20,11; Hiob 38.

 

 

Unzulässiger Reduktionismus

Die Evolutionslehre versucht, das Leben allein auf physikalisch-chemischer Ebene zu erklären (Reduktionismus). Die Behauptung, dass Leben sich allein im Rahmen materieller Prozesse einstellt, wenn nur die entsprechenden Rahmenbedingungen erfüllt sind, widerspricht der empirischen Erfahrung. Eine ähnliche Aussage hat auch der Biologe William Dembski gemacht (1). Information ist ein grundlegender und absolut notwendiger Faktor für alle lebenden Systeme. Jede Information aber - und davon sind lebende Systeme nicht ausgenommen - braucht einen geistigen Urheber. Das Evolutionssystem erweist sich im Angesicht der Informationssätze als ein "Perpetuum mobile der Information".

 

Wo finden wir den Sender der Information in den DNA-Molekülen?

Der Sender der Information in den Lebewesen kann nicht ausgemacht werden. Können wir daraus schließen, dass diese Information irgendwie molekularbiologisch entstanden sein muss?

  • Wenn wir uns die Informationsfülle ansehen, die in Ägypten in Hieroglyphen festgehalten ist, dann ist dort auf keinem Stein etwas von dem Sender zu erkennen. Wir finden nur seine Spuren, die er in Stein gemeißelt hat. Niemand aber würde behaupten, die Information sei ohne Sender und ohne geistiges Konzept entstanden.

  • Sind zwei Computer miteinander verbunden, die Information austauschen und bestimmte Prozesse anstoßen, dann ist von dem Sender auch nichts zu erkennen. Alle Information aber ist irgendwann einmal von einem (oder mehreren) Programmierer(n) erdacht worden.

Genauso wie ein Computer Information an einen anderen transferiert, wird die Information in den DNA-Molekülen an RNA-Moleküle übertragen. In jeder lebenden Zelle befindet sich eine äußerst komplexe Biomaschinerie, worin die programmierten Befehle in genialer Weise umgesetzt werden. Auch wenn wir von dem Sender der Information nichts sehen, wäre es ein unerlaubter Reduktionismus, ihn zu ignorieren. 

Wir dürfen uns nicht wundern, wenn die Programme des Senders der biologischen Information viel genialer sind als alle menschlichen Programme. Schließlich haben wir es hier mit einem Sender unendlicher Intelligenz zu tun. Das Programm des Schöpfers ist genial konzipiert. 

 

Referenz

(1) William A. Dembski, The Design Revolution, InterVarsity Press, 2004, S. 157.

 

 

Alte und neue Gottesbeweise

Der kausale Gottesbeweis von Aristoteles (384-322 v. Chr.) geht davon aus, dass man die Reihe der Ursachen nicht unendlich fortsetzen kann; darum muss es eine erste Ursache (prima causa) geben. Der teleologische Gottesbeweis des Thomas von Aquin (1225-1274) besagt, dass die planvolle Einrichtung dieser Welt eine äußere Ursache haben muss. Neue Gottesbeweise lassen sich aus der naturgesetzlichen Information im Universum und der prophetischen Information der Bibel ableiten. 

Heute berufen sich die meisten Kritiker der einsehbaren Gottesbeweise (1) auf Immanuel Kant, der als der große Zerschmetterer aller Gottesbeweise angesehen wird. Neben dem Dichter Gotthold Ephraim Lessing ist Kant zum Inbegriff der Aufklärung geworden. Er definierte sie als den "Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit". Die beiden werden das "Zweigestirn der Aufklärung" genannt, jener Bewegung also, die die Bibel als unglaubwürdig hingestellt hat. Die Philosophie des Materialismus, die ihre stärkste Ausprägung im Marxismus-Leninismus und im Kommunismus fand, ist mithilfe der Naturgesetze über Information wissenschaftlich widerlegt.

Schließlich bezeugt die Bibel, dass wir Gott sehr wohl erkennen können (2). In der Bibel führt uns Gott zur rechten Einschätzung. Er erklärt uns, dass wir aus den erschaffenen Werken mithilfe unseres Verstandes auf die Existenz Gottes schließen können: "Denn Gottes unsichtbares Wesen, das ist Seine ewige Kraft und Gottheit, wird seit der Erschaffung der Welt an den Werken durch Nachdenken wahrgenommen, sodass sie keine Entschuldigung haben. Denn obwohl sie von Gott wussten, haben sie Ihn doch nicht als Gott gepriesen noch Ihm gedankt" (3).

Die Formulierung "sie wussten von Gott" ist eine sehr starke Aussage. Die riesigen Informationsmengen in den Zellen aller Lebewesen - das wissen wir - können nicht ohne einen intelligenten Urheber entstanden sein (4). Gegenüber den historischen Gottesbeweisen, die weitgehend philosophisch argumentieren, haben wir hier einen naturgesetzlichen Beweis für die Existenz eines intelligenten Senders und damit für die Existenz eines Gottes. Kant wusste noch nichts von der genetischen Information, darum dürfen wir uns heute, wenn es um moderne Gottesbeweise geht, nicht auf Kant berufen, der vor mehr als 200 Jahren lebte und nur von einem Bruchteil jener naturwissenschaftlichen Erkenntnisse wusste, die uns heute vorliegen. 

 

Der prophetisch-mathematische Gottesbeweis (5)

Die Auffassung, die Bibel sei ein Buch wie jedes andere, ist heute weitverbreitet. Man meint, dass Menschen verschiedener Zeitepochen sich über Gott und die Welt Gedanken gemacht und dies aufgeschrieben hätten. Stimmt das?

Die Bibel enthält 3268 prophetische Aussagen, die sich bereits erfüllt haben (6). Diese Qualität weist kein anderes Buch der Weltgeschichte auf (7). Damit ist uns ein einzigartiges Kriterium zur Prüfung an die Hand gegeben. Ist es möglich, dass Menschen, über einen Zeitraum von 1500 Jahren verteilt, so viele präzise Voraussagen treffen können? Haben sie sich zufällig erfüllt oder war das nur möglich, weil Gott der Autor der Bibel ist, der aufgrund Seiner Allwissenheit Prophetien geben kann, die dann auch am geschichtlichen Ablauf nachprüfbar sind?

Die Wahrscheinlichkeit, dass sich 3268 Prophetien zufällig erfüllen, ist praktisch null. Die Zahlenergebnisse der mathematischen Berechnungen wachsen derart ins Gigantische und Transastronomische, dass unser Denken und Vorstellungsvermögen weit überfordert sind, um diese Realität richtig einzuschätzen. Davon ausgehend, dass alle Prophetien mit 50 % gleich wahrscheinlich sind, kommt man auf die unvorstellbare Wahrscheinlichkeit von 1,7 x 10-984.

 

Referenzen

(1) Alister McGrath, Der Atheismus-Wahn, Gerth Medien, 2007.

82) Paulus von Tarsus, die Bibel, Römer 1,19.

(3) Paulus von Tarsus, die Bibel, Römer 1,20-21.

(4) Werner Gitt, Am Anfang war die Information, Hänssler-Verlag, Holzgerlingen, 3. überarbeitete und erweiterte Auflage, 2002.

(5) Werner Gitt, So steht's geschrieben, 7. stark erweiterte und überarbeitete Auflage, Christliche Literatur-Verbreitung, Bielefeld, 2008.

(6) Finis Jennings Dake, Dake's Annotated Reference Bible, Lawrenceville, Georgia, USA, 1961.

(7) Werner Gitt, Und die anderen Religionen?, Christliche Literatur-Verbreitung, Bielefeld, 1991.

 

 

 

Mensch und Kultur

Ein eindrucksvolles Argument gegen die Evolutionstheorie ist der Mensch selbst. Sieht so das zufällige Produkt einer endlos langen Entwicklung aus?

Doch nicht nur das Aussehen und die Symmetrie des Körperbaus, auch der menschliche Geist, die menschliche Sprache, das menschliche Auge, die menschlichen Hände etc. - alles ist so vollkommen und einzigartig ausgeprägt, das von einer zufälligen und willkürlichen Entstehung kaum die Rede sein kann. Dazu kommt die erstaunliche menschliche Begabung, Neues zu erschaffen und kreativ zu sein. Der Philosoph René Descartes definierte sein eigentliches Ich über die Fähigkeit des Denkens. "Ich denke, also bin ich", folgerte er. Kann die menschliche Psyche als ein Phänomen der Materie erklärt werden? Können übersinnliche Erfahrungen rein naturalistisch interpretiert werden?

In menschlichen Überlieferungen und archäologischen Funden findet man Indizien, die gegen das Konzept einer uralten Erde sprechen. Anhand des Szenarios einer weltweiten Flut lässt sich die Entstehung der geologischen Formationen sehr gut mit dem Modell einer jungen Erde und einer kurzen Menschheitsgeschichte erklären. 

 

Flutberichte

In den meisten alten menschlichen Kulturen und auf allen fünf Kontinenten finden sich Überlieferungen, die von einem großen Flutereignis berichten.

In 77 unterschiedlichen Kulturen (die über den ganzen Globus verteilt sind) wird von der Sintflut berichtet, wobei die Rettung in 72 Berichten durch ein Schiff geschah. Im Folgenden einige Umstände, die diese Flutberichte stützen:

 

Fossile Massengräber 

Auf allen Kontinenten der Erde findet man fossile Massengräber von gigantischem Ausmaß. So wimmelt es im Old-Red-Sandstone-Gestein (160 km vor den Orkneys in Schottland) förmlich von versteinerten Fischen, die eines gewaltsamen Todes gestorben sind. In der Karroo-Formation (518 000 km2 große, ausgedehnte Felsschichten in Südafrika) schätzt man, dass Skelette von ca. 800 Milliarden Tieren abgelagert sind (hauptsächlich Lurche und Kriechtiere) (1).

 

Großflächige Kohleschichten 

Das Ausmaß und die Verteilung der weltweiten Kohlevorkommen lassen sich mit langsamen Prozessen nicht erklären. Um eine Kohleschicht von 1 m zu bilden, benötigt es eine Torfschicht von ca. 50 m. Damit eine Kohleschicht von 10 m Mächtigkeit entstehen konnte, musste eine ca. 500 m mächtige Schicht von Pflanzenmaterial zusammenkommen. Diese Funde lassen sich am besten mit einer gigantischen Flutkatastrophe erklären, bei der schwimmendes Pflanzenmaterial zusammengeschwemmt und anschließend mit Sand und Schlamm aus dem Landesinneren überdeckt wurde (2). Dass man kaum Wurzeln findet, die in die Schichten unterhalb der Kohleschichten hineingewachsen sind, zeugt von einer schnellen Ablagerung. 

 

Kontinentweite Sandverteilung 

Viel von dem Sand, den man heute findet, ist sehr weiträumig transportiert worden. So beobachtet man in der Sahara über eine Fläche von mehr als 1000 x 1000 km Kies und Sand, der vom Meer her gleichmäßig ins Landesinnere geschwemmt und abgelagert wurde (3). Der Silikatsand von Florida (USA) stammt aus den Appalachen und ist über eine Distanz von mehr als 700 km transportiert worden (4). Der Quarzkies, der sich in Nord-Dakota (USA) befindet, stammt aus der Gegend um British Columbia (Kanada) und musste ebenfalls mehr als 700 km transportiert werden (5).

 

Die Arche Noah

Von den 72 Flutberichten, in denen von einem Schiff die Rede ist, haben wir mit der biblischen Arche Noah die eindeutig sinnvollste Beschreibung:

Die in der Bibel angegebenen Proportionen der Arche führen zu einer optimalen Schwimmstabilität, die vergleichbar ist mit derjenigen eines modernen Containerschiffs (6). Der Innenraum war genügend groß, damit alle Tierarten, die Schutz vor der Flut benötigt haben, Platz darin finden konnten; inklusive Nahrungsreserven für ein Jahr (7).

 

Referenzen

(1) David C.C. Watson, Weltschöpfung und Urgeschichte, Gerth Medien, 1982, S. 166-167.

(2) Joachim Scheven, Karbonstudien, Neues Licht auf das Alter der Erde, Hänssler, 1986. 

(3) H. Füchtbauer und G. Müller, Sedimente und Sedimentgesteine II, 1977, 3. Auflage, Stuttgart.

(4) Carl R. Froede Jr., CRSQ 42, März 2006, S. 229.

(5) Michael J. Oard, CRSQ 44, Frühling 2008, S. 264.

(6) Wrner Gitt, Das sonderbarste Schiff der Weltgeschichte, Fundamentum 3/2000, S.36-81.

(7) Fred Hartmann und Reinhard Junker, Passten alle Tiere in die Arche Noah?, Wort und Wissen, Diskussionsbeitrag 4/90, http://www.wort-und-wissen.de/index2.php?artikel=disk/d90/4/d90-4.html.

 

 

Alter der Menschheit

Die meisten Fachleute glauben, dass es seit etwa zwei Millionen Jahren Menschen gibt. Allerdings müsste dann das Bevölkerungswachstum bis in die Neuzeit hinein praktisch bei null gelegen haben. Verglichen mit heutigen ähnlichen Kulturen ist dieses Szenario völlig unrealistisch. Folgendes kommt hinzu: Analysiert man die Hinterlassenschaften (vorwiegend Steinwerkzeuge) der Steinzeitmenschen, so gelangt man zu dem Schluss, dass sie trotz guter Ernährung nie zu Millionen-Völkern geworden sind. Die heute verfügbaren beweisbaren Daten aus Demografie und Mengenabschätzungen von Hinterlassenschaften des Menschen erlauben höchstens einige Tausend Jahre menschlicher Vorgeschichte. 

 

1. Das fehlende Bevölkerungswachstum

Wenn man schlechte bis katastrophale Lebensbedingungen für den Frühmenschen annimmt, kommt man bei einem geringen jährlichen Bevölkerungswachstum von 0,1 % bereits nach 15.000 Jahren auf 8 Millionen Steinzeitmenschen. Die Erdbevölkerung müsste selbst unter ungünstigsten Bedingungen nach spätestens 23.000 Jahren etwa gleich groß wie heute geworden sein. Aufgrund ihrer Hinterlassenschaften wissen wir, dass die Lebensverhältnisse (Ernährungssituation und Gesundheitszustand) meistens recht gut waren, sodass man von einem noch schnelleren Bevölkerungswachstum ausgehen müsste (1).

 

2. Die kulturell-technische Stagnation 

Die kulturell-technische Entwicklung stagnierte während der gesamten Steinzeit (Paläolithikum) nahezu vollständig. Als Ursache wird eine angebliche geistige Unterentwicklung des Frühmenschen angegeben. Doch die archäologischen Hinterlassenschaften sprechen eine andere Sprache. Sie weisen sowohl beim Neandertaler als auch beim Homo erectus auf Fähigkeiten und Verhaltensweisen hin, die denen des modernen Menschen nicht nachstehen (2) (3). Der Archäologe Robin Dennell schreibt von einer bemerkenswerten Tiefe der Planung, raffiniertem Design und geduldigem Holzschnitzen, das bei der Herstellung von Waffen an den Tag gelegt wurde (4). All das wurde bisher nur dem modernen Menschen zugeschrieben. 

 

3. Die geringen Hinterlassenschaften an Steinwerkzeugen 

Das Alter der Überreste der frühesten echten Menschen wird im konventionellen Rahmen auf etwa zwei Millionen Jahre geschätzt. Man geht davon aus, dass sie bis vor 10.000 Jahren als Wildbeuter in einer Steinzeitkultur gelebt haben. Trotzdem sind zahlenmäßig kaum nennenswerte Hinterlassenschaften bekannt. Das ist insbesondere in Bezug auf die Steinwerkzeuge verwunderlich, da diese die Zeit relativ gut überdauern. Zählt man die gefunden Werkzeuge und vergleicht sie mit den Mengen, die heutige Wildbeuter herstellen, dann sind es viel zu wenige. 

Selbst wenn man annimmt, dass beispielsweise in Deutschland über einen Zeitraum von 800.000 Jahren lediglich 1000 Personen (!) gelebt haben, müssten bereits viele Milliarden Steinwerkzeuge zu finden sein. Realistischerweise müsste man davon ausgehen, dass es zumindest phasenweise einige Millionen Menschen in Europa gegeben hat. Im Vergleich zu den Billionen Steinwerkzeugen, die sie uns hinterlassen haben müssten, kann nur ein viel zu winziger Teil nachgewiesen werden (5).

 

4. Die fehlenden Gräber 

Selbst wenn man von einer minimalen Bevölkerungsdichte von nur drei Einwohnern pro km2 ausgeht, ergibt das für einen Zeitraum von 1,5 Millionen Jahren 0,15 Gräber pro m2 (also alle 2,6 m ein Grab). Natürlich wurde nicht für jeden Menschen ein einzelnes Grab ausgehoben. Dennoch müssten die Kontinente geradezu mit Gräbern übersät sein, wenn die Geschichte der Menschheit tatsächlich zwei Millionen Jahre gedauert hätte. 

 

Referenzen

(1) Michael Brandt, Wie alt ist die Menschheit?, Hänssler-Verlag, 2006, S. 67-86.

(2) Hartmut Thieme in einem Interview in Spektrum der Wissenschaften, Oktober 2004, S. 48-50, Jagdwaffen und -strategien des Homo erectus.

(3) Junker und Scherer, Evolution, ein kritisches Lehrbuch, 2006, S. 283-286.

(4) Robin Dennell, The world's oldest spears, Nature 385, 27. Februar 1997, S. 767-768.

(5) Michael Brandt, Wie alt ist die Menschheit?, Hänssler-Verlag, 2006, S. 95-123.

 

 

Das menschliche Auge

Die Netzhaut des menschlichen Auges enthält 126 Millionen Pixel (Bildpunkte). Eine durchschnittliche Digitalkamera von heute hat "nur" 6 Millionen Pixel. Die Signale der Pixel im Auge werden zunächst durch spezielle Nervenzellen "komprimiert" und gelangen dann über etwa 12 Millionen Nervenfasern zum Gehirn. Dabei muss jede einzelne Nervenfaser an eine bestimmte Stelle im Gehirn gelangen, damit das Bild im Gehirn korrekt erzeugt wird. Diese Zuordnung der Nervenfasern kann unmöglich in einem schrittweisen, zufälligen Prozess entstanden sein. Erschwerend kommt hinzu, dass die Fasern auf dem Weg zum Gehirn gekreuzt, aufgefächert und verschiedenen Bereichen zugeführt werden müssen. 

Das menschliche Auge ist ein überaus komplexes System, das bereits Darwin als möglichen Beleg gegen seine Theorie anführte. Auf der Netzhaut unseres Auges wird das Bild, das wir sehen, in elektrische Signale umgewandelt. Eine Unmenge von Nervenfasern leitet die Signale von der Netzhaut in verschiedene Schichten des Gehirns. Erst im Gehirn entsteht die Wahrnehmung des Bildes.

Wie ist es möglich, dass beim Wachstum eines Lebewesens jede einzelne dieser Millionen von Nervenfasern von der Netzhaut zum richtigen Ort im Gehirn geführt wird? Wäre es denkbar, dass durch Zufall und durch "Versuch und Irrtum" allmählich jede einzelne Nervenfaser an die richtige Stelle gelangt ist?

Die Sehgrube (die Stelle im Auge mit der höchsten Sehschärfe) enthält etwa 15.000 Pixel. Deren Signale werden in der Netzhaut zusammengefasst und zum Hirn geleitet. Die Anzahl der möglichen verschiedenen Verbindungen zum Gehirn beträgt mehr als 1080 (eine Eins mit 80 Nullen). So groß ist in etwa die Anzahl der Atome im ganzen Universum! Doch nun enthält die ganze Netzhaut nicht nur 15.000 Pixel, sondern 126 Millionen! Deren Signale werden zwar in der Netzhaut auf etwa eine Million reduziert, aber ein zufälliges Zustandekommen der Ordnung dieser Nervenfasern darf dennoch als unmöglich bezeichnet werden (1).

Es bedurfte zweifelsohne einer überaus genialen intelligenten Instanz, die in der DNA das Programm für die Herstellung eines solch hochgradig geordneten Systems schreiben konnte (2). 

 

Referenzen

(1) David E. Stoltzmann, The Specified Complexity of Retinal Imagery, CRSQ 43/1, Juni 2006, S. 4-12.

(2) Wolf-Ekkehard Lönnig, Auge widerlegt Zufalls-Evolution, 2. Auflage, Naturwissenschaftlicher Verlag Köln, 1989, http://www.weloennig.de/AuIEnt.html.

 

 

Rückbildung der menschlichen Sprache

Untersuchungen an alten Sprachen zeigen, dass diese früher komplexer waren und mit der Zeit einfacher wurden. Für das alte Latein, Griechisch, Hebräisch, Chinesisch, indianische Sprachen etc. gilt: Soweit wir zurückblicken, konnte mit den frühen Sprachen der Menschheit mehr Information mit weniger Worten vermittelt werden, als das bei modernen Sprachen der Fall ist. Hinzu kommt, dass man mit diesen Sprachen präziser formulieren konnte. Das widerspricht der evolutionären Vorstellung der Entwicklung vom Einfachen zum Komplexen.

Es hat sich gezeigt, dass eine Entwicklung der menschlichen Sprache vom Primitiven zum Höheren nicht nachgewiesen werden kann. Die Sprachen von sogenannten Eingeborenen weisen nicht den Hauch von Primitivität auf. Sie sind überaus komplex, meistens viel komplizierter als unsere europäischen Sprachen.

Die Erforschung der Eingeborenensprachen hat deutlich gemacht, dass zwischen dem Kulturniveau einer Gemeinschaft und der Struktur ihrer Sprache kein Zusammenhang besteht. Das heißt, dass eine Stammesgemeinschaft in noch so einfachen Verhältnissen leben und dennoch eine extrem komplexe Sprache haben kann. 

Auch die komplexen Strukturen des alten Sumerischen, Akkadischen und Ägyptischen stehen in einem eindrucksvollen Gegensatz zu den (teilweise) vergleichsweise extrem simplen morphologischen Strukturen der modernen Sprachen, die im heutigen Europa gesprochen werden. Während z. B. im Akkadischen Tausende von synthetischen Verbalformen gebildet werden konnten, findet man im modernen Deutsch ein geradezu armselig wirkendes Formeninventar (1). Unter dem Begriff "synthetische Verbalformen" versteht man aus einem Wort bestehende Formen, die keine weitere Umschreibung durch Hilfsverben (z. B. haben, sein, wollen, dürfen) benötigen.  

 

Der Turmbau zu Babel

Im biblischen Bericht heißt es, dass zu Beginn alle nach der großen Flut lebenden Menschen eine einzige Sprache hatten. Als die Menschheit wuchs, da sagten sie zueinander: "Wohlauf, lasst uns eine Stadt und einen Turm bauen, dessen Spitze bis an den Himmel reiche, dass wir uns einen Namen machen, denn wir werden sonst zerstreut in alle Länder." Daraufhin verwirrte Gott als Strafe für ihren Hochmut ihre Sprachen, sodass sie sich tatsächlich in alle Welt verstreuten, weil sie einander nicht mehr verstanden (2).

Interessant an dieser Überlieferung ist, dass alle Kulturen, die damals rund um die Erde entstanden, astronomische Berechnungen anstellten und teilweise gigantische Monumente aufstellten. Jede Kultur verfügte über einen Teil der gesamten "Menschheitsinformation". Man kann davon ausgehen, dass seit dieser Zeit die Sprachen der Menschheit degenerieren.

Den Ursprung der menschlichen Sprachen in einer einzigen höchst komplexen Sprache zu suchen (die unseren modernen Sprachen womöglich noch weit überlegen war), scheint der Wirklichkeit näher zu kommen, als sie von den Lauten abzuleiten, die Tiere von sich geben (3).

 

Referenzen

(1) Roger Liebi, Der Mensch, ein sprechender Affe?, Schwengeler Verlag, 1991, S. 48.

(2) Die Bibel, 1.Mose 11,1-9.

(3) Roger Liebi, Herkunft und Entwicklung der Sprachen, Hänssler, 2007, S. 272-276. 

 

 

Gewissen, Ethik und Liebe

Das Gewissen und die Ethik werden sich kaum in einem seit Millionen von Jahren dauernden gnadenlosen Überlebenskampf entwickelt haben. Auch die Existenz des Phänomens Liebe lässt sich nur schwer mit den Vorstellungen der Evolutionstheorie vereinbaren.

Das Gewissen bringt keinen Überlebensvorteil. Der Instinkt ohne Gewissen würde wahrscheinlich in den allermeisten Fällen zur Ausmerzung der gegnerischen Rasse verleiten. Das Gewissen hingegen hält davon ab, rein skrupellos und nur auf den eigenen Vorteil bedacht zu handeln. 

Die Liebe ist eine unerklärliche, rein geistige Komponente, die dem naturalistischen Weltprinzip widerspricht. Soll das Leben wirklich aus unbelebter, "gefühlloser" Materie entstanden sein? Wenn das der Fall sein sollte, dann können auch Liebe, Freude, Leid und Trauer nichts weiter als immens komplizierte naturalistische Mechanismen sein, die jedoch im gnadenlosen Überlebenskampf der Evolution eher hinderlich als nützlich wären. Könnte es sein, dass am Anfang des irdischen Lebens nicht der Zufall, sondern die Liebe eines intelligenten Schöpfers stand?

Im engeren Sinne ist "Liebe" Die Bezeichnung für die stärkste Zuneigung, die ein Mensch für einen anderen Menschen empfinden kann. Liebe ist ein Gefühl oder mehr noch eine innere Haltung positiver, inniger und tiefer Verbundenheit zu einer Person, die den reinen Zweck oder Nutzwert einer zwischenmenschlichen Beziehung übersteigt und sich in der Regel durch eine tätige Zuwendung zum anderen ausdrückt.

Die Welt der Evolution (wie sie selbst von Befürwortern der Evolution formuliert wird) ist eine wesenlose Zufälligkeit. Leben oder Tod, Sein oder Nicht-Sein, alles ist unbedeutend, weil alles zufällig und damit ohne Plan und Ziel ist. Eine sinnlose und ziellose Welt ist aber ein äußerst brüchiges Fundament, um ethische Verpflichtungen zu begründen oder denselben nachzukommen. 

Das Gewissen hält uns von Praktiken ab, die in irgendeiner Form verwerflich sind (1).

Wenn die menschliche Rasse tatsächlich aus einem gnadenlosen evolutionären Überlebenskampf hervorgegangen wäre, dann gäbe es keinen sinnvollen Grund, den evolutionären Fortschritt durch Ethik und Moral zu behindern. Friedrich Nietzsche bestach entsprechend durch seine provokativen Lehrsätze: „So, wie wir die Moral nicht mehr nötig haben, so auch nicht mehr die Religion!“ Das Überleben des Stärksten kann nicht die Grundlage für unsere Ethik sein. Wie kann die ethische Fragestellung beim Menschen überhaupt auftauchen, wenn der egoistische Überlebenstrieb angeblich über viele Millionen Jahre die einzige Maxime des tierischen Verhaltens war? Wie kommen egoistische Lebewesen plötzlich dazu, selbstlos an das Wohl des anderen zu denken?

In der Tierwelt (2) können wir beobachten, wie sich einzelne Individuen zusammenschließen, um gemeinsam zu jagen, sich gegen gemeinsame Feinde zu verteidigen und kranke Familienmitglieder zu pflegen. Auch reziproker Altruismus (gegenseitiges Füttern, gegenseitige Fellpflege, symbiotisches Zusammenleben zweier verschiedener Grundtypen) ist in der Tierwelt häufig anzutreffen. Demgegenüber besteht die menschliche Ethik darin, sich unabhängig vom eigenen Vorteil Gedanken über das "moralisch richtige" Verhalten zu machen. Die menschliche Ethik ist eine Reflexion über das an sich geforderte richtige Verhalten und nicht nur über die Frage: Was nützt mir (oder meiner Familie) im Moment am meisten?

In Sachen Ethik sind die meisten europäischen Philosophen inkonsequent. Ihr "wissenschaftlicher" Hintergrund ist zwar die Evolutionstheorie, aber die Grundlage für ihre Ethik und ihr praktisches Handeln ist immer noch (bewusst oder unbewusst) die Bibel. Interessant ist ein Zitat des englischen Naturalisten Thomas Henry Huxley aus dem 19. Jahrhundert: "Ich muss bekennen, wie verwirrt ich war, als ich eine Grundlage zu einer moralischen Verhaltensweise für unsere chaotische Zeit suchte, ohne die Bibel zu gebrauchen" (3).

 

Offensichtlich ist es nicht möglich, eine Ethik, die diesen Namen auch verdient, auf der Basis der Evolutionstheorie aufzustellen. Wo dies in Ausnahmefällen doch geschehen ist, handelte es sich durchweg um die ganz finsteren Epochen der menschlichen Geschichte (Hitler und der Nationalsozialismus, Marx, Stalin und der Kommunismus) - die größten Verbrechen der Menschheitsgeschichte wurden im Irrglauben der Evolutionstheorie begangen. 

 

Referenzen

(1) Marcel Wildi, Evolution und Schöpfung und die jeweiligen Konsequenzen für die Ethik, Seminararbeit, STH Basel, 1992.

(2) Frans de Waal, Der gute Affe, dtv, München, 1996.

(3) Octobible-Führer der Expo Tabernacle, Lausanne, 1992, S. 15.

 

 

 

Zusammengefasstes Nachwort der Autoren

In der Evolutionsforschung nimmt die Zahl der ungelösten Fragen stetig zu.

Leider ist es in der öffentlichen Evolutionsdebatte so, dass über noch ungeklärte Detailfragen diskutiert, aber die Evolution im Sinne der Höherentwicklung nicht grundsätzlich infrage gestellt werden darf. Leute, die das trotzdem tun, droht der Ausschluss aus dem Wissenschaftsbetrieb und dem Bildungswesen. Hier können Verfechter der Evolutionstheorie, oft unbewusst, ihren totalitären, dogmatischen und ideologischen Standpunkt einnehmen. 

Es ist mehr als legitim, über ein Weltbild der Entstehung des Lebens, frei von evolutionären Dogmen und gesellschaftlichem Druck, nachzudenken.  

Der grundsätzliche Beweis- und Plausibilitätsnotstand der Evolutionshypothese wird exemplarisch in den hier vorgelegten 95 Thesen dargelegt. Die Orientierung der Autoren bei diesem Thema ist die Sicht der Bibel, in der steht: "Seit der Erschaffung der Welt sind Gottes Werke ein sichtbarer Hinweis auf Ihn, den unsichtbaren Schöpfer, auf Seine ewige Kraft und Sein göttliches Wesen." (1)

 

Referenz

(1) Paulus von Tarsus, die Bibel, Römer 1,20a.

 

 

 

In eigener Sache

Wir haben die unseres Erachtens schlüssigsten Themen des Buches wiedergegeben. Zum besseren Verständnis mussten die Inhalte gekürzt, zusammengefasst und teilweise auch ergänzt werden. In dem Buch "95 Thesen gegen die Evolution" sind noch viele weitere Argumente und Beweise einsehbar - entsprechend ist es auf jeden Fall empfehlenswert, sich dieses schlagfertige und überzeugende Werk anzuschaffen. 

Sämtliche Strukturen des Lebens und die Materie an sich zeugen von unvorstellbarer Genialität, welche durch irrsinnig viele Zufallsbegebenheiten unmöglich ins Dasein gerufen werden konnten. Mathematische Berechnungen, die angestellt wurden, um festzustellen, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass das Leben sich aus Zufall entwickelt haben könnte, übersteigt bei Weitem selbst die Anzahl aller Atome im bekannten Universum! Im Wege der steigenden Erkenntnis über die Komplexität des Lebens und aller in der Natur vorkommenden Mechanismen, gebietet es uns die Vernunft, anzuerkennen, dass hier die mächtige Hand eines Schöpfers am Werke sein muss.

Die evolutionistische Anschauung hat seit ihrer weltweiten Etablierung unsagbares Leid, begangen an Mensch und Tier, mit sich geführt. Der 1. Weltkrieg wurde nachweislich durch sozialdarwinistische Sendungsideologien entfacht (1). Hitler rechtfertigte den "totalen Krieg" ebenfalls mit der Überzeugung, dass die "stärkere Rasse" nur im Wege des erbitterten Kampfes die Weltherrschaft erlangen könne. Die Juden, das in der Bibel so bezeichnete "Volk Gottes", mussten - dieser Devise folgend - ausgemerzt werden. Hitlers Absicht war, erst die Juden und hernach die Christen auszulöschen (2), da sie aufgrund ihres Glaubens an einen Schöpfergott der Ideologie der Überlegenheit der arischen Rasse im Wege standen. 

Auch der Kommunismus, der sich auf den Atheismus beruft, in Russland, China, Nordkorea und anderen Ländern hat bisher, laut dem "Schwarzbuch des Kommunismus", rund 100 Millionen Menschenleben gefordert (3). Menschenrechtsbewegungen richten bereits seit Jahrzehnten harsche Protestrufe an die jeweiligen Regierungen, welchen die Akzeptanz der Menschlichkeit abhanden gekommen ist. 

Man spricht davon, dass in totalitären Regimen, die bedingungslos-fanatisch der Evolutionslehre glauben und entsprechend Unterdrückung und das "Recht des Stärkeren" praktizieren, gegenwärtig 100 Millionen Christen weltweit aufgrund ihres christlichen Glaubensbekenntnisses verfolgt, in Gefängnisse und Arbeitslager, ähnlich den Konzentrationslagern im Dritten Reich, gesperrt und dort auch gefoltert werden (4).

Weil man Tiere als primitive Lebewesen erachtet und ebenfalls aus dem Grunde heraus, da man glaubt, es gäbe keinen Richter, der Recht fordert und Unrecht bestraft, hat man in völliger barbarischer Methodik Tierversuche zum großen allseits anerkannten Teilgebiet der Wissenschaft erklärt, wo nun grausame Testreihen an diesen wehrlosen Geschöpfen durchgeführt werden, die mit nichts zu entschuldigen sind.

Ebenfalls hat der nun völlig gewissenlose Mensch der Postmoderne Massenaufzuchtbetriebe geschaffen, wo Tiere lediglich als Schlacht- und Nutzvieh gehalten werden, die in Sachen Tierschutz alles andere als zuträglich verfahren.

Hunderte Millionen Abtreibungen lebensfähiger Babys werden ohne Gewissensbisse durchgeführt.

Noch nie in der Menschheitsgeschichte gab es einen derart krachenden Werteverlust, eine derartig gelebte Kaltherzigkeit und rücksichtslose Handhabung der Schöpfung Gottes.

Es wird Zeit, dass sich die Menschheit besinnt und Ihm die Ehre gibt, der alles wunderbar geschaffen hat!

 

„ Nehmt doch Verstand an, ihr Unvernünftigen unter dem Volk, ihr Toren, wann wollt ihr klug werden? Der das Ohr gepflanzt hat, sollte der nicht hören? Der das Auge gebildet hat, sollte der nicht sehen?“ (Altes Testament, Psalm 94,8-9)

 

„Ihr werdet wiederum sehen, was für ein Unterschied besteht zwischen dem Gerechten und dem Gottlosen, zwischen dem, der Gott dient, und dem, der ihm nicht dient.“ (Altes Testament, Maleachi 3,18)

 

Belege

(1) Farbiges großes Volkslexikon, Stichwort: Imperialismus, Band 5.

(2) Hermann Rauschning, Gespräche mit Hitler, Europa Verlag, N. Y. 1940, 50.

(3) Wikipedia, Das Schwarzbuch des Kommunismus, http://de.wikipedia.org/wiki/Das_Schwarzbuch_des_Kommunismus.

(4) Wikipedia, Stichwort: Christenverfolgung, http://de.wikipedia.org/wiki/Christenverfolgung.  

 

 

 

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